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Stress in der Schwangerschaft und nach der Geburt

Stress in der Schwangerschaft und Geburt

Warum ist Stress in der Schwangerschaft und nach der Geburt so schädlich?

Wir haben jetzt schon einige Phantasiereisen speziell für Schwangere veröffentlicht. Es ist uns ein Anliegen werdende Mütter und frischgebackene Mamas gerade in dieser Zeit zu unterstützen.

Die Schwangerschaft bringt viele Veränderungen mit sich, sei es körperlicher wie auch psychischer Natur. Der Hormonhaushalt verändert sich sehr stark, aber auch die Lebensumstände. Früher gab es die Großfamilien, die beratend und unterstützend zur Seite standen. Heute ist dies nicht mehr selbstverständlich und eher die Ausnahme. Viele Schwangere blicken unerfahren auf die kommende Zeit, was durchaus verunsichern kann. Hinzu kommt noch die Arbeitsbelastung bis zum Schwangerschaftsurlaub (Mutterschutz besteht 6 Wochen vor der Entbindung) und der Wunsch, nach dieser Zeit wieder in den Beruf einsteigen zu können.

Am wichtigsten ist es, in der Schwangerschaft trotz vieler Fragen ruhig zu bleiben und sich zu entspannen. Denn ungesunder Stress wirkt sich negativ auf die Entwicklung und Psyche des ungeborenen Babys aus.

Extremer Stress kann zu Entwicklungsverzögerungen führen, zur Frühgeburt und das Risiko zu asthmatischen und allergischen Erkrankungen steigt.

Studien bezüglich Stress in der Schwangerschaft

Eine Studie der Harvard Medical School in Boston1) ergab, dass Säuglinge gestresster Mütter einen deutlich erhöhten IgE-Wert im Blut aufwiesen als die weniger gestresster Mütter. Die Babys hatten durch den erhöhten IgE-Wert eine höhere Wahrscheinlichkeit an Asthma oder Allergien zu leiden als andere.

Interessant ist auch eine Studie von Tessa Roseboom2) (die „Holländische Hungerwinter-Studie“), die ergab, dass jetzt erwachsene Menschen, die zur Zeit der kriegsbedingten Hungersnot das Licht der Welt erblickt haben, häufiger an Herzkrankheiten, Diabetes, Brustkrebs und Depression leiden oder litten. Der Stress der Unterversorgung der Mütter wirkte sich sowohl auf die Psyche als auch auf den Körper der nächsten Generation aus. Die Stressempfindlichkeit eines Menschen ist bereits von Anfang an in seinen Genen codiert, aber in der Schwangerschaft kann die Ausprägung dieser Eigenschaften durch das Aktivieren oder Abschalten bestimmter Gensequenzen durch äußere Einflüsse verändert werden. Diese Variationen können sogar über Generationen weitergegeben werden.

Es gibt noch zahlreiche andere Studien die besagen, dass Stress über die Hormone weitergegeben werden. Diese beeinflussen die Entwicklung bzw. die Genetische Entwicklung des Babys. Deswegen ist eine entspannte Schwangerschaft und auch Stillzeit so unglaublich wichtig für die Entwicklung des Säuglings.

Stress nach der Geburt

Babys reagieren auch nach der Geburt auf die Verhaltensweisen der Mutter. Ein Baby merkt, wenn die Mutter gestresst und vielleicht auch ungeduldig ist. Babys sind entspannter wenn es auch die Mutter ist. Es gibt zahlreiche Lösungsmöglichkeiten und Hilfestellungen gerade für die erste Zeit nach der Geburt:

  1. Informiere Dich schon vor der Geburt, ob es in der Nähe soziale Hilfeprogramme gibt. Viele Städte haben bereits auf die veränderte Situation der Mütter reagiert und vermitteln andere Mütter oder Omas als zusätzliche Unterstützung.

  2. Redet mit eurem Partner, dass er nach der Geburt unterstützend zur Verfügung steht.

  3. Freunde und Verwandte könnten auch unterstützend zur Seite stehen.

  4. Haushaltshilfe – Wenn eine akute Erkrankung vorliegt, aber auch eine Schwangerschaft und Geburt bevorstehen, bezahlt die Krankenkasse auch eine Haushaltshilfe.

Warum kommt es zu Stress?

  • Schlafmangel

  • Unsicherheiten

  • Arbeitsdruck (Haushalt, Berufstätigkeit kurz nach der Geburt)

  • Unstimmigkeiten mit dem Partner und Verwandtschaft

  • Wenig Ruhezeiten, wegen zu vielen Besuchen

Brustentzündungen und Milchstau sind häufig ein Zeichen von Stress

Die Milch staut sich in der ganzen Brust oder nur teilweise und führt zu Rötungen, Schwellungen, Fieber (häufig mit Schüttelfrost) und Schmerzen in der Brust.

Es gibt auch äußerliche Faktoren wie z. B. ein zu enger Still-BH, viel Milch, das Baby trinkt wenig und hat unregelmäßige Schlafenszeiten, so dass sich die Milch stauen kann.

Bei einem Milchstau rate ich dringend dazu, eine Hebamme und den Frauenarzt zu kontaktieren. Leider kommt es manchmal dazu, dass der Milchstau sich nicht leicht behandeln lässt. Er kann sich zu einer Mastitis puerperale (Brustentzündung) entwickeln. Die meisten Ärzte raten dann oft dazu abzustillen. Dies ist eine Entscheidung die natürlich zuerst abgewogen werden muss und eventuell sollte man noch den Rat der Hebamme einholen. Hat sich jedoch ein Abszess gebildet, muss dieser vom Arzt mit einer sterilen Nadel geöffnet werden. Ist es ein größerer Abszess, ist eine kleine OP notwendig.

Im Fall der Fälle, wenn abgestillt werden muss, ist es ratsam sich eingehend mit der jeweiligen Babynahrung zu beschäftigen.

Wichtig sind die Inhaltsstoffe, Konservierungsmittel, Farbstoffe oder Bio-Produkte zu vergleichen. Wenn Dein Säugling nicht gestillt werden kann, sollte Babynahrung so hochwertig sein, wie es der mögliche Standard zulässt.

Fazit: Vermeidet möglichst belastende Situationen und Personen in der Schwangerschaft und später nach der Geburt. Sorgt für ausreichende Ruhezeiten und kümmert Euch rechtzeitig um Hilfe. Je früher Ihr Euch vorab informiert, desto besser ist es für euch und euer Kind. Vorab ist es auch wertvoll zu wissen, welche Hebamme beratend und helfend zur Seite stehen kann. Wenn der Fall eingetreten ist, dass nicht gestillt werden kann, dann informiert Euch eingehend bezüglich der Qualität von Babynahrung.

Quellenangaben:

1) Roseboom T., de Rooij S., Painter R. (2006) „The Dutch famine and its long-term consequences for adult health.“
2) Artikel „Epigenetik und Umwelt: Was wird vererbt?“ von Wissensschau.de

 

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