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Mein bestes Jahr 2016 – Life & Work-Book – Coaching-Work-Book

Arbeitsbuch für die Coaching-Praxis

Coaching Arbeitsmaterial

Vor einiger Zeit bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Die zwei Autorinnen, Susanne Pillokat-Tangen und Nicole Frenken (siehe Bild oben), haben ein professionelles Promo-Video produziert und in einer Blogger-Gruppe wurde das Buch damit beworben.  Die Autorinnen suchten Blogger, die das Buch lesen, die Übungen testen und bewerten. Da die gesamte Aufmachung und der Erstauftritt sehr interessant waren, habe ich mich kurzerhand für die Blog-Parade angemeldet und nun sitze ich hier vor meinem kostenfrei für diese Rezension zur Verfügung gestellten Exemplar und ziehe Bilanz.

 

Für welche Personen ist es denn nun geeignet und welchen Nutzen bringt es dem Leser?

Das Workbook ist wunderschön illustriert, optisch gut strukturiert und es macht Spass, die Seiten einfach nur anzuschauen. Es ist klar auf den weiblichen Leser ausgerichtet und die Zielgruppe sind hauptsächlich Frauen, die auf der Suche nach neuen oder zusätzlichen Lebensinhalten bzw. Lebenszielen sind und den Weg dorthin noch nicht (er-)kennen. Einen weiteren Nutzen sehe ich auch als Coachingbegleitung oder als Therapiebegleitung, da sehr viele Anteile der Verhaltenstherapie genutzt werden.

Blogparadensiegel_Mein bestes Jahr

 

Zum Inhalt:

Im ersten Teil des Buches „Mein Bestes Jahr 2016“ findet eine sehr gut strukturierte und umfassende Beschäftigung mit dem Ist-Zustand des Lesers statt. Die Bestandsaufnahme wird einerseits durch Grafiken visualisiert, andererseits durch Fragen beleuchtet, die im Buch durch den Leser beantwortet werden sollen. Im Rahmen eines Coachings kann dann im Anschluss darüber diskutiert und nochmals reflektiert werden. Hier einige Beispiele:

Mit welchem Thema bist du 2015 immer wieder in Berührung gekommen

Welche berufliche Erfolge konntest Du 2015 feiern

Über dieses Lob – Kompliment habe ich mich besonders gefreut

Was konnte ich 2015 endlich loslassen

Es sind weitere Fragestellungen und Reflektionsübungen im Buch vorhanden.

Der Anwender soll sich mit seinem persönlichen Thema konkret auseinandersetzen. Durch diese Auseinandersetzung mit sich selbst und seinem Umfeld können die wirklichen Wünsche und Bedürfnisse konkretisiert werden. Das bewusste Betrachten zeigt unterbewusste Problematiken auf wodurch diese im Anschluss verändert werden können.

Fließend wird in das nächste Thema übergegangen: Was möchte ich in 2016 verändern? Die Technik der Autorinnen ist sehr professionell und sie begleiten Ihre Fragestellungen mit Mutmachgeschichten und wechseln sehr sanft zum nächsten Schritt.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich nun mit den Wünschen, Zielsetzungen und Planung

Was möchte ich erreichen?

Netzwerken, mit wem?

Visualisierungsrückreise – Wenn ich 88 Jahre alt bin, wie ist mein Leben verlaufen?

Ernährung, Bewegung, Hautpflege – Ausgleich und Stärkung

Meditationsreise am See (Kieselsteine ins Wasser werfen und alles Beschwerende loslassen)

Reisewünsche

Burnout

Blogparade_Meinbestesjahr 2016_Foto2 InnenseitenIch bin begeistert, dass ich in diesem Work-Book auch Achtsamkeitsübungen finden konnte, z. B.  Gehe bewusst spazieren.
Ich selbst liebe es, spazieren zu gehen und einfach nur wahrzunehmen. Es ist entspannend und faszinierend zugleich. Die Töne, die Geräusche und die Gerüche der Umfeldes sind eine Erlebnisreise für das eigene Selbst.

Die dritte Phase ist die Festigungsphase der erarbeiteten Schritte. Hier werden die Ziele noch einmal vor dem inneren Auge visualisiert und konkretisiert. Durch diesen Schritt wird dem Anwender klar vor Augen geführt: Du schaffst das, habe nur Mut! Hier wird dazu angeregt, die Ziele entspannt aber doch kontinuierlich zu überwachen. Damit die Konditionierung verstärkt wird, soll der Leser hier auch eine Belohnung für sich definieren.

Voll motiviert wird nun ein Handlungsplan ausgearbeitet. Dieser Plan kann mit der Rückwärtsmethode unterstützt werden. Die Rückwärtsmethode ist ein gängiges therapeutisches Werkzeug für die Visualisierung von Wünschen und Zielen. Der Klient stellt sich die Zukunft vor und reist dann im Anschluss zurück in das Jetzt.
Im Handlungsplan befindet sich ein Feld für das Datum, bis wann der Meilenstein erreicht werden soll. Hier muss sich der Anwender sehr konkret darüber Gedanken machen, bis wann er etwas erreichen möchte.

Im Anschluss folgen noch zahlreiche Tipps zur Ideenfindung und zeitlichen Organisation der Wünsche bzw. Ziele. In einem Kalender können die genauen Ziele inklusive Datum eingetragen werden.

So viel zum Inhalt des Buches und den vielen wirklich gelungenen Hilfestellungen.

Jenseits des Lobes.

Als etwas problematisch sehe ich den Vorschlag einer Ideenparty und die starke Einbeziehung von Freunden in die Planung des eigenen Projekts. Angemerkt sei, dass meine Erfahrung hier eher negativer Natur sind und das nicht zwangsläufig für andere gelten muss. Meinen PatientInnen musste ich in vielen Fällen erst einmal davon abraten. Der Klient sollte zunächst seinen eigenen Weg gehen und die Lösungsideen selbst entwickeln. Ich stimme der Idee des Netzwerkens durchaus zu, jedoch sollte diese Unterstützung wirklich konstruktiv sein. Hier besteht die Gefahr, dass die Freunde wenig reflektiert, bewusst und zielgerichtet handeln. Oft geht es ihnen, meist unbeabsichtigt, um die Erfüllung ihrer eigenen Wünsche und Ziele. Es ist aber sehr wichtig, dass der Klient nicht zu sehr von fremden Ideen unter Druck gesetzt wird. Hier mahne ich zu gut überlegten Schritten bei der Wahl des „Beraterkreises”.

Weiterhin fehlt dem Work-Book nach meiner Einschätzung leider ein wichtiges Kapitel und zwar:
Wie gehe ich mit realen Rückschlägen um?

Es gibt zwar kurze Ansätze, wie

– Diese Dinge könnten mir in die Quere kommen – Lösungswege

– SOS-Seelenstreichler

aber hier ist mir die Hilfestellung doch etwas zu gering. Im Leben kommen auch Dinge in die „Quere“ die gar nicht zu erwarten waren. Die Mutmachgeschichten berichten auch von Rückschlägen, jedoch sind die Lösungswege für jede Person und Situation individuell und man muss die richtigen Werkzeuge parat haben um mit ihnen umgehen zu können.

Hier wäre meine Ergänzung: Es sollte jedem klar sein, dass auf dem Weg zu einem Ziel auch Rückschläge zu erwarten sind, diese Rückschläge aber auch Lernprozesse sein können. Sie gehören zum Leben und jeder von uns ist davon betroffen.

Diese Fragen sollte man sich im Fall des „Falls” stellen:

1. Woran merkst Du, wenn Du etwas anders machen musst?

2. Selbstermutigung: Was kann ich tun, um wieder Mut zu fassen? Womit kann ich mich beschäftigen um neue Inspiration und Kraft zu finden?

3. Wie kann ich mich selbst motivieren, um wieder an meinem Projekt weiterzumachen?

4. Welche Menschen kenne ich, die mir helfen, Kraft zu sammeln und was kann ich von ihnen lernen bzw. mitnehmen?

5. Waren die Schritte zu groß? Sollte ich kleinere Teilziele wählen?

6. Wie bist du früher mit Rückschlägen umgegangen, waren es gute Lösungen? Wie könntest du es heute bewältigen?

Fazit:

Mein bestes Jahr 2016 ist ein gut durchdachtes und strukturiertes Workbook für den Laien, sowie den Profi. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit fast jedem wichtigen Thema und leiten den Anwender zielsicher und professionell an, seine eigenen Ziele zu erkennen, diese zu formulieren und in individuellen Schritten zu erreichen. Natürlich kann ein allgemeines Arbeitsheft, wie das vorliegende, nicht alle individuellen Hürden, Problematiken oder Zweifel bearbeiten, die beim Einzelnen vielleicht bestehen. Aber es ist ebenso hervorragend als Begleitmaterial für Coaches und Therapeuten geeignet, die Ihre Klienten persönlich beraten und zum Ziel begleiten.

Nun wünsche ich Euch viel Erfolg im nächsten Jahr 2016 und für die Coaching-Praxis zufriedene Klienten, die Ihrem persönlichen erfolgreichen Weg folgen.

Bärbel

Und weiter geht es in der Blogparade bei
Nicole von Goldkindchen
Julia von Visionsgarten
Sabine von Liebstöckelschuh

 

Alle Bilder und Grafiken in diesem Beitrag © Susanne Pillokat-Tangen und Nicole Frenken

Informationen zur Aktualität der angezeigten Preise findest du im Fußbereich der Seite.

1 Kommentar zu Mein bestes Jahr 2016 – Life & Work-Book – Coaching-Work-Book

  1. Liebe Bärbel,

    als Erstes, ich liebe deinen Fascinator auf dem Profilbild! Ich habe mal einen gebastelt.

    Jetzt aber zum Thema. Die Achtsamkeitsübungen gefallen mir auch sehr gut. Bei uns kann ich wunderbar in allen Jahreszeiten am Rhein spazieren gehen. Wir haben eine große Parkanlage mit altem Baumbestand. Auf dem Fluss tut sich immer etwas. Schiffe, Menschen, Möwen. Das Wasser plätschert fast wie am Meer. Du kannst Muscheln suchen. Das beruhigt mich und erdet mich zugleich.

    Die Einbeziehung von Freunden wäre nicht mein Fall. Ich habe extrem schlechte Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht. Es sind häufig völlig unterschiedliche Lebenswelten und Denkweisen. Ich weiß, was ich will. So manch einer würde mich nur bremsen und herunterziehen, weil er selbst sich nicht traut und große Ängste vor Änderungen hat.
    Ich habe nur ein bzw. zwei Menschen, die mich unterstützen.

    Liebe Grüße
    Renate

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