Gutenachtgeschichte für Mädchen – Hexenzauber und Krötenschleim

kurze Gutenachtgeschichte für Mädchen

Hallo Ihr Lieben,

heute habe ich eine witzige Gutenachtgeschichte für Mädchen für Euch. Sie handelt von den zwei Freundinen Walburga, auch Walli genannt und Xenthia. Die zwei Freundinen sind Junghexen und bekommen zur Walpurgisnacht ihre Hexenweihe. Nach der Weihe versuchen sie zu zaubern, dies gelingt ihnen allerdings nicht wirklich – lest einfach selbst

Hexenzauber und Krötenschleim

Langsam fliegt die Hexe Walburga auf ihrem Besen über den dunklen dichten Wald. Ihr Rabe Munin sitzt auf ihrer Schulter und beobachtet still die Umgebung. Sie müssten bald da sein. Heute ist Walpurgisnacht und alle Hexen dieser Gegend treffen sich zum Hexenzauberfest. Walburgas beste Freundin wird auch dort sein.

Langsam aber stetig lichtet sich der Wald und auf einer kleinen Bergwiese sieht sie schon ganz viele Hexen und ihre tierischen Begleiter. Die einen Hexen haben Raben dabei, andere mögen eher Kröten oder Katzen und einige wenige haben Nagetiere auf der Schulter. Sie sind meistens die Begleiter der Hexen und helfen ihnen bei ihrem Zauber oder sie spionieren für sie.

Walburga ist noch eine Junghexe, denn sie ist erst 99 Jahre alt. Sie geht mit ihrer Freundin Xenthia in die Hexenschule Modderschleim. Es ist ihre erste Walpurgisnacht. Hexen dürfen erst mit 99 Jahren zur Walpurgisnacht kommen und daran teilnehmen. Sie wird heute ihre Hexenweihe bekommen und in den großen Zirkel der Hexen aufgenommen werden. Walburga und Xenthia sind schon ganz aufgeregt.

Am Festplatz angekommen schaut sie sich in Ruhe um. Eine Gruppe alter bucklige Hexen mit zerrissenen Kleidern, großen Gehstöcken und wilden wirren Augen begegnen ihr. Walburga macht einen großen Bogen um diese Art von Hexen. Dann gibt es eine Gruppe schwarz gekleideter Hexen mit schwarzen Augenringen, aber wunderschön anzusehen. Sie sind sehr gepflegt und strahlen große Macht aus. Dann gibt es die Alltagshexen, sie sehen wie Walburga aus. Die Haare gepflegt zurückgekämmt, saubere Jeans, eine hübsches Oberteil und wenn sie nicht auf diesem Platz wären, wüsste niemand, dass sie Hexen sind.

„Ahhhh, da bist du ja! Ich habe schon auf dich gewartet. Ich freue mich so! Walli, heute ist unser Tag, unsere Nacht!“ Xenthia umarmt ihre Freundin stürmisch und tanzt dann um sie herum. Xenthia hat rotleuchtende Haare und grüne Augen, die wie Edelsteine leuchten. Auf Ihrer Schulter sitzt auch ein Rabe. Es heißt Hugin und er ist ein sehr intelligenter Rabe, der Xenthia schon oft aus der Patsche geholfen hat. Xenthias Rabe Hugin und Walburgas Rabe Munin schauen sich an und fliegen gemeinsam zu einem hochgelegen Ast, damit sie alles überblicken können.

Xenthia und Walburga schlendern zum großen Platz, an dem das Feuer entzündet werden soll. Andere Junghexen haben sich auch dort eingefunden und warten geduldig auf ihre Zauberlehrerin, die ihnen bei der Weihe helfen wird. Ungeduldig scharren die Mädchen mit den Füßen im Boden herum und warten bis alle eingetroffen sind.

Langsam wird es immer dunkler und der Platz immer voller. Alte Hexen bilden einen großen Kreis um den Feuerplatz herum. Die Hexen beginnen mit einem Summen. Eine große alte mächtige Hexe begibt sich zu der Mitte des Platzes und zündet das Feuer feierlich an. Nun tritt eine Junghexe nach der anderen vor und erhält von einer älteren einen Blumenkranz und einen Zauberstab überreicht. Gemeinsam stehen sie nun am Feuer und singen fröhlich Hexenlieder. Später am Abend leuchten die Sterne über den Festplatz und die Hexen tanzen wild um das Feuer herum und singen alte magische Lieder.

Am nächsten Tag, wachen die beiden Freundinnen völlig erschöpft durch das laute Krähen der Raben auf. Sie rufen: „Wacht auf, ihr Schlafmützen! Heute wird gezaubert.“ Die zwei Mädchen schnappen sich ihre neuen Zauberstäbe, schwingen sie in der Luft und rufen laut: „Hexenzauber und Krötenschleim, ein Frühstück wäre jetzt fein“. Schwuppdiwupp steht ein riesiges Schwein vor ihnen. Xenthia und Walburga schauen sich völlig verdutzt an, so haben sie sich ihr Frühstück nun wirklich nicht vorgestellt. Irgendwas muss da wohl schiefgelaufen sein. Okay, denkt sich Walburga, dann probieren wir es nochmal. „Hexenzauber und Krötenschleim, ein Frühstücksei wäre jetzt fein“. Schwuppdiwupp steht eine Gruppe Hühner vor ihnen und die kräftig gackern. „Uffzzz“, sagt Walburga zu ihrer Freundin „ dass mit dem Zaubern ist gar nicht so einfach.“

„Lass mich mal probieren, Walli“. Xenthia schwingt den Zauberstab kraftvoll hin und her. Sie konzentriert sich ganz stark und stellt sich in Gedanken das Gewünschte genau vor und ruft laut: „Hexenzauber und Krötenschleim, etwas Kuhmilch wäre jetzt fein!“ und schwuppdiwupp steht eine riesige blökende Kuh vor ihnen. „Walli, ich glaube wir machen was falsch“, ruft Xenthia laut zu ihrer Freundin, denn die Kuh, die Hühner und das Schwein machen ein Riesenlärm, so dass man kaum noch ein Wort verstehen kann. Völlig verzweifelt und natürlich auch hungrig schauen sich die zwei Freundinnen an. Wie kommen sie nur raus aus dem Schlamassel?

Sie beschließen es noch einmal zu probieren, weil mit hungrigen Magen lässt sich ja bekanntlich schlecht zaubern und sie müssen die Tiere wohlbehalten zu ihren Besitzern zurück zaubern. Also rufen sie mit lauter und bestimmter Stimme: „Hexenzauber und Krötenschleim, ein Brötchen wäre jetzt fein!“ und siehe da, ein große weiße Wolke nähert sich ihrem Platz und es regnet in Strömen Mehl. Verzweifelt versuchen sie der Mehlwolke zu entkommen, aber sie folgt ihnen.

Kopfschüttelnd beobachten die zwei Raben das Geschehen und beschließen jetzt doch einzugreifen. Xenthia und Walburga stehen bereits knietief in einem Mehlberg und die Tiere blöken, grunzen oder gackern wie wild um sie herum. Die Raben fliegen krähend in voller Lautstärke zu ihrer Zauberlehrerin Frau Meckerhex. Die kommt schnell herbeigeeilt. Als sie die verzweifelten Mädchen im Mehlberg mit all den Tieren sieht, konnte sogar eine Meckerhex nicht mehr meckern. Stattdessen schüttelt sie sich vor Lachen, so dass ihr die Tränen über das Gesicht kullern. Die zwei Mädchen sind schon fast im Mehl versunken und schauen verzweifelt die Lehrerin an, die nicht mehr aufhören kann zu lachen.

„Ihr seid mir ja zwei Hexen“, kichert sie laut und schwingt ihren Zauberstab und ruft dazu ganz laut: „Sonnenschein und Knusperkeks, nach Hause seid ihr unterwegs“. Schwuppdiwupp ist alles wieder verschwunden. Die zwei Freundinnen sind über und über mit Mehl zugestaubt und schauen die Zauberlehrerin schuldbewusst an. Die zwei Raben nehmen kopfschüttelnd auf ihren Schultern Platz. Als sie sich gegenseitig betrachten, müssen sie auch laut losprusten und am Ende kullern ihnen Tränen über ihr mehliges Gesicht, was noch ulkiger ausschaut.

„Ihr zwei Süßen“, sagt die Lehrerin. „Wenn ihr euch ein Frühstück zaubern wollt, solltet ihr einen anderen Zauberspruch verwenden. Schwingt den Zauberstab, denkt an euer Frühstück und sagt ganz laut: “Wirbelwind und Hühnerei, mein Frühstück eile schnell herbei.“

Nach einem nun gelungenen Frühstück gesellen sie sich zu einer anderen Gruppe junger Hexen. Dort üben sie nochmals gemeinsam das Zaubern und ruhen sich im Anschluss auf der Wiese aus. Die Sonne strahlt ihnen angenehm entgegen. Am Nachmittag wird es dann Zeit, dass die Gruppe aufbricht und wieder auf ihren Hexenbesen, mit den Raben, nach Hause fliegt.

Nächstes Jahr kommen wir wieder, versprechen sich die zwei Freundinnen und dann zaubern wir ein ganzes Festmahl, allerdings ohne lebende Tiere.

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