Prüfungsängste – Ängste bewältigen und das Leben aus einer anderen Perspektive sehen. Teil 2

Hilfestellung bei Prüfungsängsten und Vorstellung von Entspannungsverfahren.

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Was tun bei Prüfungsängsten? Oder leiden Sie unter Ängsten? Hier eine kleine Hilfestellung für die Bewältigung Ihrer Angst.

Prüfungsängste Teil 2 – Neue Wege beschreiten und Ängste neu bewerten.

Ich habe bereits im ersten Teil des Prüfungsängste-Themas vorgeschlagen, ein Tagebuch zu führen, mit der Analyse von Situation, Bewertung und Gefühlen/körperliche Reaktion.

Nun wenn Sie geübt haben, haben Sie sicherlich schon gemerkt, dass Ihr Kopf zwar sagt: „Ich bleibe ganz ruhig, kein Grund zur Aufregung“, jedoch ihr Bauch ist nach wie vor nervös und sie würden am liebsten wegrennen.
Es gibt dieses wunderbare Bild von einem Teufelchen, das auf der einen Seite der Schulter sitzt und auf der anderen Seite sitzt ein Engelchen oder was auch immer.
In Punkto Prüfungsangst, haben Sie bisher immer auf das Teufelchen gehört. Ihr Gehirn hat diese Verhaltensweise immer wieder aufgerufen.

Es ist ein Lernprozess andere Wege zu bestreiten. Wenn viele lange Jahre ein Fluss in eine Richtung geflossen ist, hat er sein Flussbett ausgegraben und er fließt gerade dort auch entlang. Verlieren Sie nicht die Geduld, Ihr Gehirn braucht die Zeit, bis die andere Verhaltensweise abgerufen werden kann. Je mehr Sie üben und sich damit auseinandersetzen, desto mehr treten Sie aus dieser Verhaltensweise hinaus. Das Gehirn ruft in einer Stresssituation die Gedanken ab, die am häufigsten eingesetzt wurden. Optimalerweise Ihre andere Bewältigungsstrategie.

Ich schlage Ihnen folgende Trainingsprogramme vor:
Schreiben Sie weiter in Ihrem Tagebuch und formulieren Sie Bewältigungstexte. Sie können sich das folgendermaßen vorstellen:

Sie stellen sich die Lernsituation vor wie es für Sie optimal wäre. Jedoch übertreiben Sie es nicht. Mit Schönmalerei gelingt es auch nicht. Versuchen Sie die Formulierung so zu verfassen, dass Sie ruhig und gelassen etwas tun und auch beim Schreiben, das Gefühl der Ruhe und Gelassenheit haben. Solche Sätze wie: Ich werde der Beste sein, oder ich werde jeden beeindrucken, ein Wunder geschieht etc. sind sinnlos. Bleiben Sie auf der ruhigen und sachlichen Ebene. Wie schon beschrieben, wenn Sie bei der Niederschrift auch diese Gefühle haben, dann wunderbar! 🙂

Schreiben Sie sich Bewältigungstexte für das Lernen, für die mündliche Prüfung und für die schriftliche Prüfung.

Ein gutes Hilfsmittel ist auch die Gedankenkontrolle – Entlarven Sie das Teufelchen auf Ihrer Schulter.
Wenn es Ihnen nicht möglich ist, die negativen Gedanken zu stoppen, dann sollten Sie diese unterbrechen.

Methode 1. Sie zählen Ihre automatischen negativen Gedanken und zahlen sich selbst 1 Euro, oder führen Sie eine Strichliste. Sind es zu viele nehmen Sie sich eine abgrenzbare Zeitspanne des Tages, an der es besonders schlimm ist.

Methode 2. Jedes Mal, wenn Sie einen negativen Gedanken haben, dann rufen Sie „Stopp“ (wenn Sie alleine sind) und schlagen sich ganz leicht aufs Knie. Wenn Sie in der Öffentlichkeit sind, dann „Stopp“ denken und Ihr Knie nur merklich berühren (ohne dabei blaue Flecken zu verursachen).

Dann lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit gedanklich zu einem Ort Ihrer Fantasie, z.B. Urlaubsort. Sie sollten den Ort förmlich schmecken, fühlen, schmecken, riechen und er sollte Ihnen angenehm sein.

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an – und handelt.‘‘ Zitat von Johann Wolfgang von Goethe

Weitere Übungen in Teil 3.

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