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Bienenstöcke in Not: Naturdetektive auf Waschbärenjagd
Geschichte für Kinder ab 7 Jahren

Inhalt: In einer ländlichen Idylle stoßen Charly und Erik auf umgestürzte Bienenstöcke und entdecken Waschbären als Übeltäter. Entschlossen, sie zu fangen, ohne Schaden anzurichten, erleben sie unerwartete Schwierigkeiten beim Aufstellen der Fallen. Ihre kreative Lösung und hartnäckige Bemühungen führen zu spannenden Wendungen in diesem tierischen Abenteuer.

Auch das Thema Waschbär könnt ihr nach der Geschichte besprechen. Es gibt in Deutschland immer mehr invasive Arten, die den Lebensraum anderer gefährden.

Die erste Charly-Geschichte findet ihr hier: "Die Kirschendiebe".

Vorlesedauer: 20 Minuten
Altersgruppe: 7 - 10 Jahren (Kindergarten und Grundschule)

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Geschichte für Kinder ab 7 Jahren.

Geschichte für Kinder ab 7 Jahren

Bienenstöcke in Not: Naturdetektive auf Waschbärenjagd
Geschichte für Kinder ab 7 Jahren

An diesem sonnigen Nachmittag, als die Sonnenstrahlen die Feldwege erwärmten, liefen Charly und Erik, beste Freunde, begeistert durch die Natur. Sie tauschten ihre Gedanken aus und genossen die Freiheit des Landlebens. Doch näher am Dorf wurden sie vom Anblick der umgestürzten Bienenstöcke auf Imker Willis Wiese überrascht.

„Himmel und Erde, was ist hier nur geschehen?“, rief Charlotte entsetzt aus. Ihre Stimme zitterte vor Sorge. Die Bienenstöcke lagen verstreut wie nach einem großen Sturm, aber kein Lüftchen wehte. Erik zog besorgt sein Handy hervor und wählte die Nummer seines Vaters, der Willi gut kannte. „Papa, etwas Schlimmes ist bei Imker Willi passiert!“, sagte er eindringlich.

Die beiden wagten sich nicht näher heran, denn über den Bienenstöcken schwirrten aufgebrachte Bienenwolken, die ihre Heimat verteidigten. Plötzlich hörten sie das laute Knattern eines Mopeds, und Willi brauste heran, sein Gesicht eine Mischung aus Ärger und Besorgnis.

„Nicht zu fassen, schon wieder!“, murmelte er mehr zu sich selbst als zu den Kindern. Er wirkte hilflos und frustriert. Erik trat einen Schritt vor und fragte besorgt: „Wer war das?“

Willi schüttelte frustriert den Kopf. „Das waren Waschbären. Sie sehen süß aus, aber sie verursachen großen Schaden. Sie klauen die Honigwaben und zerstören dabei unsere Bienenstöcke. Es ist nicht nur ärgerlich, sondern auch ein finanzielles Problem.“ Seine Stimme klang müde, als er von den Schwierigkeiten der letzten Jahre berichtete.

Willi blickte traurig auf die toten Bienen, die überall verstreut lagen. „Heute haben wir Glück, es regnet nicht, und es ist noch warm genug“, sagte er nachdenklich. „Ich werde versuchen, die Stöcke wieder aufzurichten. Vielleicht kehren die Bienen zurück. Im Winter wäre ein solcher Vorfall verheerend gewesen.“

Während sie ihren Weg fortsetzten, war die Stimmung zwischen Charly und Erik nachdenklich. „Weißt du, Erik“, begann Charly, „vielleicht könnten wir die Waschbären irgendwie einfangen und in ein Gehege bringen. Dort wären sie sicher, und sie könnten keinen Schaden mehr anrichten.“ Ihre Augen leuchteten bei dem Gedanken, etwas Gutes zu tun.

Eriks Gesicht hellte sich auf. „Das ist genial, Charly! Und ich weiß auch schon, wen wir um Hilfe bitten können.“ Er war ganz aufgeregt bei dem Gedanken, aktiv zu werden. „Der Freund meiner Cousine Kirsten arbeitet bei einem Naturschutzbund. Er setzt sich total für Tiere ein. Ich rufe Kirsten gleich an, sobald wir zu Hause sind.“ Seine Stimme klang entschlossen und hoffnungsvoll.

Erik hing mit seinen Gedanken schon im Gespräch mit der Cousine. „Hoffentlich klappt das. Daheim muss ich unbedingt alles über Waschbären googeln. Die sind ja ganz putzig und sie abschießen zu lassen, fände ich auch sehr traurig“, dachte er.

In diesem Moment wurde Charly auf Wilson aufmerksam, der ihnen gefolgt war, aber nun unruhig wirkte. Der kleine Chihuahua schüttelte immer wieder den Kopf und versuchte, sich mit der Pfote über die Nase zu streichen. „Was ist denn dir passiert?“, fragte Charlotte. „Wilson, komm mal her!“, rief sie. Wilson kam mit wackelndem Kopf angetrottet. „Fast wie ein Wackeldackel“, dachte Erik.

Als Charly Wilson sanft hochhob, entdeckte sie eine rote, geschwollene Beule auf seiner Nase. „Oh nein, Wilson, du kleiner Draufgänger! Du bist zu nah an die Bienen gekommen“, sagte sie besorgt. Wilsons große, ausdrucksstarke Augen schauten sie an, als wollte er sagen: „Ich wollte nur spielen.“

Zu Hause angekommen, versuchte Charly, Wilsons Nase mit einem Eiswürfel zu kühlen, was zu einer urkomischen Jagd in der Küche führte. Wilson, flink wie ein Wiesel, schlüpfte immer wieder geschickt durch ihre Beine und versteckte sich unter dem Tisch. „Wilson, sei ein braver kleiner Kerl und halt still!“, rief sie lachend. Der fand es mehr als unangenehm, einen Eiswürfel auf der Nase zu haben. „Bin ich denn ein Cocktail?“, dachte er sich.

In diesem Moment kam Charlys Mutter Karin herein. Sie hörte sich die Geschichte an und holte eine Creme aus dem Medizinschrank. Geschickt griff sie nach Wilson und trug auf seine Nase die kühlende Salbe auf. „So, mein Kleiner, das wird dir helfen“, sagte sie liebevoll und verschwand schon wieder.

Wilson, nun mit Creme bedeckt, sah ein wenig komisch aus, aber er schien zu verstehen, dass es ihm helfen würde. Er legte sich zufrieden auf seinen Platz und beobachtete das Treiben in der Küche mit einem Blick, der halb zufrieden, halb schläfrig wirkte.

Am späten Nachmittag, als die Sonne sich bereits dem Horizont zuneigte, erhielt Charly eine aufgeregte Nachricht von Erik. „Stell dir vor, Dirk, der Freund von Kirsten aus dem Naturschutzbund, möchte eine Falle aufstellen, um die Waschbären zu fangen. Er meint, wir müssen schnell sein, bevor der Jäger sie erwischt. Er kommt heute Abend und hat gefragt, ob wir helfen wollen. Bist du dabei?“ Charlys Augen leuchteten vor Aufregung, als sie Eriks Nachricht las.

„Natürlich bin ich dabei! So eine Chance darf man nicht verpassen!“, antwortete sie schnell. Sie vereinbarten, sich um 19:00 Uhr auf dem Grundstück zu treffen.

Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt, als sie bei Willi ankamen. Dirk, ein großer Mann mit freundlichem Lächeln, erwartete sie bereits. „Guten Abend, ihr zwei! Also, der Plan ist folgender: Wir locken den Waschbären mit Honigwaben. Sie lieben den süßen Duft, und sobald er in die Falle geht, schnappt sie zu“, erklärte Dirk. Er zeigte auf eine robuste Holzkiste mit einem ausgeklügelten Mechanismus.

„Wir müssen nur darauf hoffen, dass er hungrig genug ist und nicht merkt, dass es eine Falle ist. Waschbären sind schlaue Tiere, und es ist nicht einfach, sie zu überlisten. Aber mit ein wenig Glück haben wir heute Erfolg“, fügte er hinzu, während er geduldig die Funktionsweise der Falle erklärte. Charly und Erik hörten aufmerksam zu, beeindruckt von Dirks Wissen und seiner ruhigen Art.

Gemeinsam halfen sie, die Falle mit Honigwaben zu präparieren und sie aufzustellen. Während sie arbeiteten, fühlten sie sich wie echte Naturschützer.

In den folgenden Tagen wurde das Überprüfen der Falle zu einer täglichen Routine für Charly und Erik. Jeden Morgen machten sie sich auf den Weg zum Imkergrundstück, doch der Waschbär schien sich einfach nicht blicken zu lassen. Ihre Enttäuschung wuchs von Tag zu Tag.

Doch eines Morgens, als die Sonne gerade über dem Horizont aufging, trauten sie ihren Augen kaum. In der Falle saß keine Spur von einem Waschbären, sondern eine schwarz-weiße Katze, die lautstark miaute. „Oh nein, wie ist denn die da hineingekommen?“, fragte Charly verdutzt.

„Das ist ja ein echter Tollpatsch“, lachte Erik, als sie versuchten, die Katze aus der Falle zu befreien. Die Katze jedoch schien alles andere als begeistert von der Idee, ihr neues Zuhause zu verlassen. Mit gekrümmtem Rücken und aufgestelltem Fell fauchte sie, als wollte sie sagen: „Da wohne ich jetzt!“ Nach einigen vergeblichen Versuchen, sie zu überreden, gaben Charly und Erik schließlich auf. Sie öffneten die Klappe, damit die Katze von allein gehen konnte, in der Hoffnung, am nächsten Morgen eher einen Waschbären als die Katze anzutreffen.

Am darauffolgenden Morgen kehrten Charly und Erik zum Imkergrundstück zurück. Doch zu ihrer Überraschung und leisen Frustration wurden sie wieder von der gleichen schwarz-weißen Katze begrüßt, die offensichtlich entschieden hatte, dass die Falle ihr neuer, luxuriöser Rückzugsort sein sollte. „Nicht schon wieder!“, seufzte Charly, während sie einander einen resignierten Blick zuwarfen.

Die Katze jedoch schien von ihrer neuen Wohnung so angetan zu sein, dass sie jedes Mal, wenn Charly oder Erik sich näherten, fauchte wie ein riesiger Tiger und ihre Krallen wetzte. „Sie benimmt sich, als wäre sie die Königin der Falle!“, kicherte Erik.

Der Versuch, sie aus der Falle zu holen, verwandelte sich in ein echtes Problem. Jedes Mal, wenn Charly ihre Hand vorsichtig hineinsteckte, wich die Katze zurück und klammerte sich an den Wänden fest, als wäre sie ein kleiner, pelziger Spider-Man. „Komm schon, du Monster-Tiger, das ist kein Spaß mehr!“, sagte sie in einem Ton, der halb amüsiert, halb genervt klang.

Erik versuchte, die Katze mit einigen Leckerbissen zu locken, aber sie hatte offensichtlich mehr Interesse an ihrem neuen Zuhause als an dem Snack. Mit einem entschlossenen „Miau!“ schien sie zu sagen: „Das ist mein Reich, und ich verlasse es nicht!“

Die Situation erreichte ihren Höhepunkt, als Erik entschied, dass es Zeit für härtere Maßnahmen war. Er versuchte, die Falle vorsichtig zu kippen, um die Katze herauszuschütteln, aber sie klammerte sich mit einer unglaublichen Beharrlichkeit fest. Charly konnte nicht anders, als in schallendes Gelächter auszubrechen. „Sie ist eine wahre Akrobatin!“, rief sie aus.

Letztlich brauchte es eine geschickte Kombination aus sanftem Schütteln und geduldigem Überreden, um die Katze endlich aus der Falle zu befördern. Als sie frei war, warf sie den Kindern einen Blick zu, der sowohl Vorwurf als auch Triumph ausstrahlte, bevor sie sich majestätisch davon stolzierte.

Tag für Tag wiederholte sich das gleiche Schauspiel: Die eigensinnige Katze hatte es sich in der Falle bequem gemacht und schien keinen Gedanken daran zu verschwenden, ihr neues Refugium zu verlassen. Charly und Erik, inzwischen am Rande der Verzweiflung, standen jeden Morgen vor der gleichen Herausforderung. Die Katze, mittlerweile liebevoll „Miss Tollpatsch“ genannt, war zu einer regelrechten Berühmtheit in ihrer kleinen Welt geworden.

Eines Morgens, während sie wieder einmal versuchten, die sturköpfige Katze aus der Falle zu locken, kam Erik eine zündende Idee. „Was, wenn wir eine zweite Falle aufstellen?“, schlug er vor, seine Augen leuchteten vor Aufregung. „Wir legen ein kuscheliges Kissen in die erste Falle, um Miss Tollpatsch abzulenken, und in die zweite Falle kommt wieder der Honig. Vielleicht interessiert sie sich ja mehr für Gemütlichkeit als für Süßes.“

Charly lächelte. „Das könnte klappen! Miss Tollpatsch scheint ja einen gewissen Sinn für Komfort zu haben.“ Also machten sie sich daran, Eriks Plan in die Tat umzusetzen. Sie besorgten eine zweite Falle und ein weiches, einladendes Kissen und richteten alles her.

Am nächsten Morgen war die Spannung groß. Sie schlichen sich zum Imkergrundstück, die Neugier brannte in ihren Herzen. Zu ihrer großen Erleichterung und Freude sahen sie, dass der Plan funktioniert hatte. Miss Tollpatsch lag genüsslich auf dem Kissen in der ersten Falle, schnurrte zufrieden und schien die Welt um sich herum vergessen zu haben.

Wer hätte das gedacht? Sogar die zweite Falle war nicht leer. In ihr befand sich ein Waschbär, der überrascht zu sein schien, in dieser kniffligen Situation gelandet zu sein. „Wir haben es geschafft!“, rief Charly aus, kaum fassend, dass ihr Plan funktioniert hatte.

Erik nickte, ein breites Grinsen auf seinem Gesicht. „Endlich! Jetzt können wir den Waschbären sicher in den Tierpark bringen, ohne dass er weiterhin die Bienenstöcke bedroht.“

Sie riefen Dirk an, um ihm die gute Nachricht zu überbringen. Während sie auf ihn warteten, beobachteten sie Miss Tollpatsch, die in ihrer Falle schnurrte, als wäre es das gemütlichste Bett der Welt. „Vielleicht sollten wir überlegen, ihr ein richtiges Zuhause zu finden“, schlug Charly vor. Erik nickte zustimmend, während er die Katze liebevoll betrachtete.

So endete ihr Abenteuer mit einem unerwarteten Erfolg und einer neuen Freundschaft, die so komisch und überraschend war wie das Leben selbst.


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