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Die Rowdys am Teich
Kindervorlesegeschichte ab 7 Jahren – Charlys Welt 2

Inhalt: Wilde Rowdys bewerfen Enten an einem Teich. Charly und Erik stoßen dazu und müssen sich schnell etwas einfallen lassen, um die Enten und ihre Küken zu retten. Mit einer cleveren List gelingt es ihnen, die gemeine Bande zu vertreiben. Was für eine List das ist? Lasst euch überraschen!

Tipp: Die erste Charly-Geschichte findet ihr hier: „Die Kirschendiebe“.
Vorlesedauer: 13 Minuten
Altersgruppe: 7 - 10 Jahren (Kindergarten und Grundschule)

Viel Spaß bei der Kindervorlesegeschichte ab 7 Jahren.

Kindervorlesegeschichte ab 7 Jahren

Die Rowdys am Teich
Kindervorlesegeschichte ab 7 Jahren

„Hallo Erik“, erklang fröhlich Charlys Stimme. Erik drehte sich erschrocken um, doch Charly war nirgendwo zu sehen. „Bilde ich mir das nur ein?“, murmelte er verwundert. Gerade hatte er an sie gedacht, und nun hörte er ihre Stimme wie aus dem Nichts.

„Hallo, du Schlafmütze, kannst du mich etwa nicht sehen?“, rief Charly. Erik blickte verwirrt in jede Richtung. „Habe ich heute etwas Seltsames gegessen?“, fragte er sich. „He, bist du taub? Ich bin hier oben auf dem Baum!“, rief sie lachend.

Erik schaute nach oben und entdeckte Charly, die mit baumelnden Beinen auf einem Ast saß. Neben ihr thronte ihr Chihuahua Wilson, der offensichtlich weniger begeistert war. Wohin Charly auch ging, Wilson war stets an ihrer Seite – ganz gleich, ob er wollte oder nicht.

Beste Freunde teilen eben alles miteinander, und Charly hatte beschlossen, dass Wilson ihr bester Freund sei. Ob Wilson das auch so sah, war eine andere Frage, wie sein skeptischer Blick verriet. „Du hast mich ganz schön erschreckt, Charly. Ich dachte schon, ich höre Stimmen“, sagte Erik.

Die beiden Kinder waren auf einem Spaziergang mit ihren Hunden. Erik hatte Doris dabei, einen irischen Wolfshund. Obwohl so ein großer Höhenunterschied bestand, war Wilson davon überzeugt, dass sie das perfekte Paar waren.

Doris mochte Wilson grundsätzlich ganz gern, fand aber seine aufdringliche Art manchmal etwas störend. Besonders wenn er anfing, liebevoll an ihrem Bein zu knabbern, war ihr das zu viel des Guten. Es schien eine etwas einseitige Liebe zu sein. Wilson jedoch sah das ganz anders. Er war schließlich ein Nachfahre der Wölfe und ließ sich von dem Größenunterschied nicht beeindrucken.

„Man muss der Dame nur Zeit geben“, dachte Wilson, „sie wird schon erkennen, dass ich der Richtige bin.“ In seinen Augen war er ein wahrer Gentleman – geduldig wartend auf den perfekten Moment.

Erik und Charly trafen sich oft zufällig im Wald oder auf Feldwegen, wenn sie mit ihren Hunden spazieren gingen. Obwohl Doris eigentlich der Familienhund war, war es meist Erik, der mit ihr Gassi ging.

Inzwischen hatte Charly mit Wilson den Baum verlassen. „Warum sitzt dein Hund auf dem Baum?“, fragte Erik. „Sieht so aus, als würde er sich dort nicht besonders wohlfühlen.“

„Aber nein, Wilson liebt es auf Bäumen zu sein!“, erwiderte Charly. „Stell dir vor, als Chihuahua sieht er sonst immer nur die Welt von unten. Auf dem Baum hat er endlich mal eine Aussicht in die Ferne. Ich bin mir sicher, er genießt das.“

„Ob sie wohl eine Ahnung hat, was ich hier durchmache?“, grübelte Wilson, während er auf dem Baum saß. „Hunde gehören auf den Boden, nicht in die Luft. Seh’ ich etwa aus wie ein Sperling?“, dachte er verärgert und warf Charly einen vorwurfsvollen Blick zu.

„Lust auf einen längeren Spaziergang?“, fragte Erik. „Natürlich!“, antwortete Charly. „Wilson freut sich immer, wenn er mit Doris unterwegs sein kann. Das ist sein Tageshighlight.“

Gemeinsam schlenderten sie durch den Wald in Richtung Entenweiher. Unterwegs begegneten sie anderen Hundebesitzern, Joggern und Fahrradfahrern. Der Wald war an solch schönen Tagen ein belebter Ort. Gelegentlich hielten sie an, um sich mit Bekannten zu unterhalten.

Plötzlich hörten sie lautes Gejohle, ungewöhnliche Geräusche in der sonst so friedlichen Umgebung. „Was ist da los?“, fragte Erik neugierig. „Keine Ahnung, aber lass uns nachschauen“, erwiderte Charly und beschleunigte ihren Schritt zum Weiher.

Als sie den Weiher fast erreicht hatten, sahen sie durch die Bäume Jugendliche, die um den Weiher herumtollten und Steine auf die Enten warfen. Die Enten waren in Panik und schwammen mit ihren Küken hin und her, während die Kleinen ängstlich schnatterten und versuchten, nah bei ihren Eltern zu bleiben.

Erik und Charly schauten sich kurz an. „Wenn wir etwas sagen, lachen die uns bestimmt aus“, flüsterte Erik. „Oder sie ärgern uns dann auch“, fügte Charly hinzu. Beide waren sich nicht sicher, was sie tun sollten.

Da kam Erik eine Idee. Er beugte sich zu Charly herüber und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Mit einem geheimnisvollen Lächeln drehte er sich um und sagte beim Weggehen: „Lass mich nur machen.“ Charlys Augen funkelnden vor Aufregung und mit einem Nicken beobachtete sie weiter das Treiben am Weiher.

Die Rowdys derweil machten sich daran, neue Steine aufzusammeln, damit sie ihr fieses Bombardement fortführen könnten. Sie waren sicher, dass sie nun den Enten den Schreck ihres Lebens verpassen würden. Doch plötzlich wurden sie aus ihrer hinterhältigen Vorfreude gerissen.

Mit schriller Stimme brach Charly durch das Gebüsch und raste auf die Bande zu. „Hilfe, ein Wolf! Rettet euch!“ rief sie mit Panik in der Stimme. Ihre Worte durchschnitten die Luft wie ein Pfeil. Wilson, der treue Vierbeiner, bellte lautstark, als würde er Charlys Schreckensruf bekräftigen.

Die Jugendlichen am Weiher erstarrten. Ihre Gesichter, eben noch voller Unbekümmertheit, verzogen sich vor ungläubigen Entsetzen. In diesem Moment tauchte, oben auf einem Hügel, eine majestätische, wolfsähnliche Gestalt auf. Es war ein imposantes Bild, das in der untergehenden Sonne, riesige und Furcht einflößende Schatten warf. Das Tier hob den Kopf und stieß ein lang gezogenes, furchterregendes Wolfsgeheul aus. „Da! Ein Wolf! Wir müssen hier weg!“, schrie einer der Entenquäler, und die Panik schwappte über alle wie eine Welle.

Die Jugendlichen verloren jede Fassung. Mit weit aufgerissenen Augen, die in purer Furcht glänzten, schrien sie auf. Einer von ihnen, in blinder Panik, stolperte und fiel zu Boden, sprang aber sofort wieder auf, angetrieben von der wilden Angst, die ihn ergriffen hatte. Ohne Rücksicht auf Verluste rannte er weiter, als würde der Wolf ihm direkt auf den Fersen sein.

Die anderen, nun ebenfalls von Angst ergriffen, schrien und rannten kopflos davon. Sie stolperten über Wurzeln, rutschten im schlammigen Ufer aus, jeder von ihnen gefangen in einem Strudel aus Chaos und Verzweiflung. Ihre Flucht verursachte ein Durcheinander, das selbst ahnungslose Spaziergänger in Mitleidenschaft zog.

In einem nahegelegenen Gebüsch, kaum sichtbar, kicherten Charly. Sie beobachtete, wie die List Früchte trug. Wilson, der Teil ihres Plans war, bellte weiterhin, als würde er die fliehenden Jugendlichen verspotten.

Erik stieß nach kurzer Zeit wieder zu den beiden und Doris lief völlig zufrieden auf das Gebüsch zu. Als die letzte Spur der flüchtenden Gruppe verschwand, tauschten Erik und Charly einen triumphierenden Blick. Charly stupste Erik freundschaftlich an und sagte: „Doris war wirklich sehr fürchterlich!“ Und als hätte Doris das verstanden, quittierte sie Charlys Worte mit einem freundlichen „Wuff.“

„Die werden so schnell nicht wieder im Wald auftauchen“, meinte Erik lachend.

Erik und Charly schlenderten zufrieden zum Weiher und blickten zufrieden auf die nun ruhigen Enten. „Manchmal muss man kreativ sein, um Gutes zu tun“, sagte Charly nachdenklich. „Und manchmal ist es gut, Freunde zu haben, die einen unterstützen“, fügte Erik hinzu, während er Doris liebevoll über den Kopf strich.

Sie lächelten einander an, stolz auf ihr schnelles Denken und Handeln. In diesem Moment erkannten sie, dass ihre Freundschaft mehr war als nur gemeinsame Spaziergänge – sie waren ein Team mit Mut und Erfindungsgeist.

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