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Norberts aufregende Flucht
Eine schöne Vorlesegeschichte für Kinder ab 7 Jahren
Charlys Welt 4

Inhalt: Begleite Charly und Erik auf ihrem abenteuerlichen Sommertag! In dieser fesselnden Kindergeschichte erleben sie zusammen mit ihren Hunden Wilson und Doris eine spannende Rettungsmission. Nachdem der kleine Welpe Norbert verschwindet, folgen sie seiner Spur durch den Wald, wobei sie unerwartet auf Wildschweine stoßen. Ein packendes Abenteuer voller Mut und Freundschaft wartet auf dich!

Wie immer gibt es in Charlys Welt einiges zu lernen und auch darüber nachzudenken. Hier könnt ihr mit den Kindern darüber reden, ob Charly immer alles richtig macht und was die Kinder selbst tun würden.

Die erste Charly-Geschichte findet ihr hier: "Die Kirschendiebe".

Vorlesedauer: 15 Minuten
Altersgruppe: 7 - 10 Jahren (Grundschule)

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß bei dieser schönen Vorlesegeschichte ab 7 Jahren.

Schöne Vorlesegeschichte für Kinder ab 7 Jahren

Norberts aufregende Flucht
Eine schöne Vorlesegeschichte für Kinder ab 7 Jahren
Charlys Welt 4

Charly und Erik lagen in der Wiese. Wilson, der Chihuahua, und Doris, der Wolfshund, lagen daneben. Es war ein angenehmer Sommertag, und sie hatten noch keine Lust, nach Hause zu gehen.

Sie schauten in den Himmel und beobachteten die Schäfchenwolken. Es war ihr Spiel: Sobald sich eine Form in einer Wolke erkennen ließ, meldete sich Charlotte oder Erik zu Wort und erklärte genauestens, was zu erkennen war. So verging die Zeit.

Der Wind strich warm über ihre Gesichter; es roch nach Sommer, Heu und Wiesenblumen. Sie beobachteten die Wildbienen und waren fasziniert von den Ameisenwanderungen. Oft hatten sie Lupen dabei, um die Lasten auf den Rücken der Ameisen besser erkennen zu können.

„Unglaublich, was die schleppen müssen, und dann sind Tausende von ihnen unterwegs, um zu sammeln“, sagte Charly. Einmal hatten sie auf einem Ameisenbau im Wald ein Taschentuch abgelegt. Innerhalb von Sekunden war es von Ameisen bedeckt, die es militärisch gedrillt überrannten und mit Ameisensäure besprühten.

Ein Abwehrgift, das sicherlich schon viele auf ihrer Haut gespürt hatten. Auf dem Taschentuch entwickelte sich nun ein wohlriechender Duft, der gut für die Atemwege sein soll. Charly kannte viele heilende Dinge, da ihre Oma sie oft auf Heilkräutersuche mitgenommen hatte.

Charlotte war sehr naturverbunden. Sie liebte die Gartenarbeit mit ihren Großeltern und die Streifzüge durch die Natur. „Es gibt nichts Spannenderes als die Natur“, sagte sie immer wieder. So durchstreiften sie die Umgebung auf ihren Fahrrädern, begleitet von den Hunden. Wilson saß dabei oft im Fahrradkorb.

Im Winter fuhren sie bei Schnee die steilen Hänge mit ihren Schlitten hinunter, und im Sommer stauten sie den Bach, um Wasseranalysen durchzuführen oder einfach im Wasser zu planschen. Langweilig wurde es ihnen im Dorf nie.

In ihrer Idylle hörten sie plötzlich Rufe: „Norbert, Norbert“, rief eine kindliche Stimme. Sie blickten auf und sahen Jonas, der den Weg entlanglief. „Ach herrje, Norbert ist doch sein neuer Hund, nicht wahr?“, sagte Erik zu Charly gewandt.

„Stimmt, der Welpe ist ein Boston Terrier. Ganz ungestüm und sehr zutraulich. Ich hatte sie letzte Woche getroffen. Wilson war er zu wild. Das mag er nicht so. Anscheinend ist er weggelaufen. Oje, wie schlimm, der Arme“, erwiderte Charly.

Jonas hatte sie erreicht. Ganz verzweifelt fragte er: „Habt ihr zufällig meinen Welpen gesehen? Er ist mir davongelaufen. Er hat sich erschreckt, als ein Düsenjet übers Dorf gerast ist. Das kannte er bis jetzt nicht, und weg war er. Ich konnte ihn nicht einholen, so schnell ist er vor lauter Angst fortgelaufen.“

„Nein, wir haben ihn nicht gesehen. Wäre er hier entlanggekommen, hätten unsere Hunde mit Sicherheit angeschlagen“, entgegnete Erik. Die Angst in Jonas Augen war deutlich zu sehen.

„Schade, dann hat er die Richtung gewechselt. Wahrscheinlich ist er in den Wald gerannt“, sagte Jonas zitternd. Charly und Erik sahen sich an: „Wir helfen dir bei der Suche, kein Problem. Hast du zufällig Norberts Leine dabei? Dann könnte vielleicht Doris seine Fährte aufnehmen. Darin ist sie wirklich gut“, schlug Erik vor.

Jonas griff hastig in seine Hosentasche und zog eine Leine sowie einen Gurt hervor. Erik hielt sie sogleich Doris vor die Nase, woraufhin sich die Gruppe zügig auf den Weg in den Wald machte. Doris begann sofort eifrig zu schnüffeln, doch anfangs schien sie keine Spur aufnehmen zu können.

„Vielleicht ist er gar nicht in den Wald geflüchtet, sondern eher in Richtung der Bundesstraße!“, überlegte Charlotte besorgt. Jonas sackte noch tiefer in sich zusammen. „Wenn er auf die Straße läuft, das kennt er überhaupt nicht, dann könnte ihm etwas zustoßen“, flüsterte er mit zitternder Stimme.

„Kopf hoch, Jonas. Vielleicht entdeckt Doris ja noch eine Spur, oder wir finden ihn, bevor er die Bundesstraße erreicht. „Nicht den Mut verlieren, bevor es einen Grund dafür gibt“, sagt meine Oma immer. Positives Denken bringt uns weiter. Und Oma hat immer recht!“, sprach Charly ermutigend und schenkte Jonas ein zuversichtliches Lächeln.

Sie drangen tiefer in den dichten Wald ein. Plötzlich richtete Doris ihren Kopf auf und schnüffelte intensiv in eine Richtung, als hätte sie etwas Wichtiges wahrgenommen. Sie verharrte einen Moment lang, eine Vorderpfote angehoben, als ob sie eine schwere Entscheidung treffen würde. Dann schaute sie zu Erik und änderte entschlossen die Richtung. „Sie hat eine Spur!“, rief Erik aufgeregt.

Die Kinder tauschten erfreute Blicke aus und folgten Doris aufgeregt. Doch plötzlich blieb Doris stehen und knurrte bedrohlich. Auch Wilson stieß ein tiefes, dunkles Knurren aus. Überrascht und verunsichert hielten alle inne. „Was haben sie entdeckt?“, fragte Charly besorgt.

Doris ging, weiterhin knurrend, rückwärts auf die Kinder zu und stellte sich schützend vor sie. Ihr Blick war unverwandt ins dichte Unterholz gerichtet. „Oh mein Gott! Was ist das? Das kann nicht Norbert sein. Da lauert etwas Gefährliches“, flüsterte Erik mit zitternder Stimme.

Ein strenger Geruch lag in der Luft, und das Rascheln im Unterholz wurde lauter. „Das sind keine Rehe. Doris würde nicht so knurren. Das müssen Wildschweine sein, und die können mit ihren Frischlingen im Sommer sehr gefährlich werden. Wir müssen sofort umkehren!“, befahl Erik mit Nachdruck.

Sie drehten auf der Stelle um und sprinteten los, das Adrenalin ließ sie schneller laufen, als sie je zuvor gelaufen waren. Ihre Lungen brannten vor Anstrengung. Doris, als treue Beschützerin, bildete das Schlusslicht, um ihr Rudel zu sichern. Keuchend erreichten sie eine Waldkreuzung und kamen dort zum Stehen.

„Wir müssen sie umgehen“, presste Charly hervor, während sie versuchte, ihren Atem zu kontrollieren. „Wir nehmen den geraden Weg und biegen dann wieder auf unseren alten Pfad ab. Dort kann Doris vielleicht Norberts Spur erneut aufnehmen. Wir können es uns nicht leisten, einem aufgebrachten Wildschwein zu begegnen“, sagte sie mit bestimmter Stimme.

Oben am Weg angekommen, nahm Doris tatsächlich wieder die alte Spur auf. Die Erleichterung war der Gruppe ins Gesicht geschrieben, als sie dem Hund folgten. In einer kleinen Lichtung im Wald, nahe einem Tümpel, entdeckten sie schließlich den kleinen Norbert, der erschöpft am Wasser schlief.

Müde hatte er sich dort niedergelassen, etwas getrunken und war dann eingerollt auf dem weichen Moos eingeschlafen. Jonas, überwältigt von Erleichterung, kämpfte mit den Tränen. Er drehte sich beiseite, um seine Gefühle zu verbergen, und wischte sich heimlich über das Gesicht. Er wollte nicht, dass die anderen ihn für schwach hielten.

Jonas streichelte Norbert sanft über das Fell. Der kleine Welpe wachte dabei nicht auf, sondern schlief einfach weiter. „Der Arme! Er muss vor lauter Angst den ganzen Weg gerannt sein“, sagte Charlotte mitfühlend über den kleinen Hund.

Sie setzten sich alle um Norbert herum und betrachteten ihn. „Das war eben eine heikle Begegnung mit den Wildschweinen. Hoffentlich kreuzen sie unseren Weg nicht auf dem Rückweg“, meinte Erik.

„Bisher bin ich noch nie einem begegnet, ich habe nur ihre Spuren auf den aufgewühlten Wiesen gesehen. Aber gesehen habe ich noch keines – und das muss auch nicht sein. Sie ziehen wahrscheinlich einfach durch die Gegend – hoffentlich!“, erwiderte Charly. So verweilten sie noch eine Weile am Tümpel, bevor es Zeit wurde, nach Hause zu gehen.

 


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