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Rettungseinsatz im Heufeld
spannende Kindergeschichte - Charlys Welt 7

Inhalt: Tauche ein in die Welt von Charly und Erik, zwei abenteuerlustigen Kindern, die einen mysteriösen Rauchgeruch neben Heuballen entdecken. Ihre Neugier führt sie zu einer heldenhaften Rettungsaktion kleiner Feldhamster und einer Begegnung mit der Feuerwehr. Dieser spannende Tag mündet in einer unvergesslichen Traktorfahrfahrt auf einem Bauernhof. Ein lebhaftes Abenteuer, das die Kinder begeistern wird!

Auch hier wird wieder das Thema Natur aufgegriffen und so einiges dazu gelernt.

Die erste Charly-Geschichte findet ihr hier: "Die Kirschendiebe".

Vorlesedauer: 15 Minuten
Altersgruppe: 7 - 10 Jahren (Grundschule)

Viel Spaß bei der spannenden Kindergeschichte.

Rettungseinsatz im Heufeld – spannende Kindergeschichte

Es war wirklich ein richtig heißer Sommertag und die Freunde Charly und Erik waren wieder auf ihrer täglichen Gassi-Runde. Rechts des Weges lagen Heuballen. Aber anstatt des aromatischen Heugeruchs rochen die Kinder nur Rauch.

„Was riecht denn hier so komisch? Weit und breit brennt doch kein Gebäude, und es ist auch nirgends Rauch zu sehen?“, fragte Erik überrascht. Beide schauten sich um und sahen keine Anzeichen für ein Feuer. Doch der Geruch wurde stärker, je näher sie den Heuballen kamen.

„Das sind die Heuballen, Erik! Die haben sich entzündet“, rief Charly ganz aufgeregt. „Ich sehe nichts! Es riecht, aber ich sehe kein Feuer!“, antwortete er. „Ich habe mal gehört, dass die sich auch selbst entzünden können“, grübelte Charly laut.

„Und was sollen wir denn jetzt tun? Die Feuerwehr rufen? Oder selbst löschen?“ fragte Erik aufgeregt. „Natürlich die Feuerwehr rufen. Wie sollen wir denn löschen?“, erwiderte Charly etwas verärgert. „Ist ja schon gut. Ich rufe sie mit dem Handy an“, entgegnete Erik. Und nur ein paar Sekunden nach seinem Anruf war schon die Sirene im Dorf zu hören.

Charly ging etwas näher an die Heuballen heran und bemerkte auf einmal eine kleine Bewegung. Sie konnte gar nicht gleich sagen, was es war. Eine winzige Bewegung! Ein Getreidehalm, der einfach so wackelt? Da wieder! Sie ging noch näher heran und sah, wie sich ein Strohbüschel direkt an dem Heuballen hektisch bewegte.

„Erik, komm mal her! Da ist etwas Komisches. Schnell, mach mal“, rief sie ungeduldig. Er trat zu ihr hin und sah es auch. Ein Strohbüschel, der vor sich hin wackelte – und nicht durch den Wind verursacht, nein, von unten her schien er sich aus der Erde zu heben. „Da ist etwas darunter! Und das an dem Heuballen, der nach Rauch riecht. Da ist etwas auf der Flucht, Charly!“, rief Erik.

„Ach herrje, das sind bestimmt Feldhasen oder Mäuse darunter. Die haben den Rauch gerochen und wollen fliehen, damit sie nicht verbrennen. Erik, wir müssen sofort helfen!“, rief Charly. „Die Feuerwehr kommt doch sofort. Dann ist alles gut!“, sagte Erik gelassen.

„Also manchmal frage ich mich schon etwas! Überlege doch mal! Wenn sie hier jetzt nicht gleich verbrennen, dann ertrinken sie im Löschwasser!“, sagte Charly. „Du hast recht! Wieso ist mir das nicht gleich eingefallen?“, ärgerte sich Erik.

Zu zweit gingen sie in die Knie und fingen an, mit den Händen die Büschel am Heuballen zu entfernen. Zwischenzeitlich hatte die Rauchentwicklung doch schon um einiges zugenommen, und plötzlich kam ein starker Wind auf, der den Rauch wirbeln ließ und die Situation dramatisch verschärfte.

„Wow, der Rauch ist schon ganz schön heftig. Ich sehe kaum noch die Stoppeln!“, rief Charly mit zitternder Stimme. Ihre Augen brannten vom Rauch, und sie musste husten. „Erik, dieser Wind... er könnte das Feuer auf die anderen Ballen überspringen lassen!“, rief sie besorgt.

Erik, dessen Haare vom Wind zerzaust wurden, blickte sich nervös um. „Du hast recht, Charly. Und was, wenn das ganze Stoppelfeld Feuer fängt? Wir könnten in ernster Gefahr sein!“, erwiderte er mit einem Anflug von Panik in der Stimme.

Während sie weiter hastig die Wurzeln des Strohs entfernten, wurden ihre Bewegungen hektischer. Der Rauch verschleierte ihre Sicht, und der Wind fachte ihre Angst weiter an. Die beiden spürten, wie die Gefahr mit jedem Windstoß wuchs.

„Wir müssen uns beeilen, aber wir dürfen jetzt nicht kopflos werden“, sagte Charly mit zitternder Stimme. Ihr Herz schlug wild, und sie fühlte eine Mischung aus Angst und Entschlossenheit.

Eriks riesiger Wolfshund Doris, die neben ihnen war, schien die Dringlichkeit der Lage zu spüren und scharrte eifrig mit ihren Pfoten neben ihnen. Plötzlich brach mehr Erde nach unten weg, und viele kleine Feldhamster kamen zum Vorschein, die panisch nach einem Ausweg suchten.

„Da, die Hamster!“, rief Erik erleichtert, aber seine Stimme war überschattet von der Besorgnis um ihre eigene Sicherheit. „Schnell, lasst uns weitermachen, aber wir müssen auch auf uns aufpassen!“

Die Kinder arbeiteten fieberhaft, um weiteren Hamstern zu helfen, und waren gleichzeitig alarmiert durch das zunehmende Knistern und Knacken der Heuballen. Gerade als sie die letzten Hamster in Sicherheit brachten, hörten sie das dringende Herannahen der Feuerwehr.

Erleichtert, aber immer noch angespannt, zogen sich Charly und Erik von dem rauchenden Heuballen zurück. Ihre Herzen schlugen wild vor Aufregung und Erleichterung, während sie den eintreffenden Feuerwehrleuten entgegensahen.

Sie stellten sich in einiger Entfernung auf und beobachteten das Geschehen. Der Bauer, dem die Heuballen gehörten, traf auch gleich darauf ein. Zuerst wurde mit der Gabel am Traktor der rauchende Heuballen nach hinten gerollt, weit weg von den anderen, damit diese nicht auch noch Feuer fangen würden.

Dann hieß es: Wasser Marsch! Aber so ein Heuballen lässt sich nicht so leicht löschen. Einmal Wasser drauf und fertig? Nein, durch das gepresste Heu drang wenig Wasser nach innen durch. „Wir müssen den Ballen auseinanderreißen! Es hat alles keinen Zweck. Wir kriegen den nicht gelöscht“, rief der Feuerwehrkommandant seiner Mannschaft zu.

Der Bauer und die Feuerwehr berieten sich und telefonierten. Ein weiterer Traktor kam gefahren und brachte Heugabeln und Rechen mit. Mit Schutzanzügen näherte sich die Feuerwehr dem Ballen vorsichtig und begann, diesen zu bearbeiten. Erst nach viel Anstrengung der Feuerwehrleute löste sich das Stroh langsam aus dem Ballen heraus, wobei immer wieder alles unter Wasser gesetzt wurde.

Die Kinder schauten betroffen zu, wie schwer sich die Feuerwehr tat, den Heuballen zu löschen. „Das ist ziemlich anstrengend und nicht ganz ungefährlich, was die machen. Vielleicht sollte ich bald der Jugendfeuerwehr beitreten. Das könnte ein sinnvolles Hobby für mich sein“, grübelte Charly.

„Jetzt kommt gleich, dass wir der Jugendfeuerwehr beitreten müssen. Ich kenne doch Charly! Aber es ist echt cool, was die da gerade machen“, überlegte Erik und beobachtete dabei seine Freundin von der Seite.

Die beiden schauten noch eine Weile der Löschaktion zu. Charly entging nichts, alles wurde auf das Genaueste beobachtet. Voller Begeisterung wandte sie sich dann an Erik und fragte: „Du Erik, sollten wir mal bei einer Übung der Jugendfeuerwehr teilnehmen? Was meinst du?“

Erik sah sie grinsend an. „Klar, ich bin sofort dabei.“

Charlys Hund Wilson lag weit entfernt im Gras und sah sich das Geschehen mit gemischten Gefühlen an. Am liebsten wäre er sofort nach Hause gerannt. Aber er hätte vor Doris sein Gesicht verloren. Schließlich war er nicht am Heuballen zum Einsatz gekommen.

„Nicht gerade sehr heldenhaft von mir, dass ich hier nur liege und zuschaue. Was sie wohl von mir denkt?“, sinnierte Wilson mit einem Blick auf die schönste Hundedame, die er je getroffen hatte. Seufzend kratze er sich noch am Ohr und beobachtete sie weiter von der Seite.

Nach einer Weile, in der die dichten Rauchschwaden langsam nachließen, beobachteten die Freunde, wie der Bauer in lebhafter Unterhaltung mit dem Feuerwehrkommandanten stand. Mit entschlossenem Ausdruck deutete der Kommandant in ihre Richtung, woraufhin der Bauer, ein Mann mit wettergegerbtem Gesicht und kräftigen Händen, sich ihnen näherte. Seine Schritte waren von der Last des Tages gezeichnet, doch in seinen Augen lag ein Funken Dankbarkeit.

„Hallo, ihr zwei. Ich bin Bauer Lange. Danke, dass ihr die Feuerwehr gerufen habt! Das war ganz toll von euch. Wenn alles in Brand geraten wäre, dann hätten nicht nur die Heuballen gebrannt, nein, es hätte zu einem Flächenbrand kommen können. Ich glaube, sogar der Wald wäre auch abgefackelt worden. Das war eine richtig gute Tat von euch heute. Wie kann ich mich bei euch richtig bedanken?“, fragte er freundlich.

Charly und Erik sahen sich an. Erik war sofort klar, was jetzt kommen musste. „Wir würden gerne mal Traktor fahren lernen. Ginge das?“, erwiderte Charly. Wie oft hatte sie die Traktor fahrenden Bauernkinder auf dem Feld gesehen und war begeistert.

„So ein XXL-Traktor, den ich alleine fahren darf! Das würde mir echt gefallen“, dachte sie. „Da wäre ich sofort dabei“, strahlte Erik den Bauern an. „Den großen Traktor mit den breiten Doppelreifen, der wäre der Richtige für uns“, sagte Charly begeistert. „Die Jugend heute!“, freute sich der Bauer und nickte. „Gerne, wenn ihr Zeit habt, kommt vorbei“, bot er ihnen an.

„Morgen“, kam es zeitgleich von Erik und Charly zurück. „Geht klar!“, laut lachend ging der Landwirt davon. „Wie cool ist das denn? Echt! Da machen wir viele Bilder, das glaubt uns ja keiner“, sprudelte es nur so aus Erik heraus. Charly strahlte vor sich hin. Sie machten sich auf den Heimweg und legten noch eine Uhrzeit für den nächsten Tag fest.

Am nächsten Tag trafen sich die beiden Freunde auf dem Bauernhof. Die Hunde hatten sie vorsorglich daheim gelassen, damit nichts passieren konnte. Sie platzten fast vor Aufregung. Und dann kam Bauer Lange mit dem XXL-Traktor auf sie zugefahren.

Ehrfürchtig standen sie da. Wenige Meter vor ihnen blieb er stehen. „Wenn der weitergefahren wäre, hätte er nicht mal gemerkt, dass wir da gestanden haben, mit den breiten Reifen hätte es nicht mal ’Plopp‘ gemacht“, dachte Erik.

Herr Lange stieg aus, gab jedem die Hand, und dann durften sie mit ihm ins Cockpit steigen. Anders kann man diese Ansammlung von Technik gar nicht erklären. Der Joystick, satellitengesteuertes und führerloses Fahren setzten die Kinder in Erstaunen.

Selbstverständlich durften sie mit Unterstützung den Traktor bewegen und lenken. Es war ein Highlight für sie. Erik machte Bilder von Charly. Charly machte Bilder von Erik. Diesen besonderen Tag werden sie wohl nie vergessen. „Jetzt will sie bestimmt Landwirtin werden“, dachte sich Erik.

„So ein schweres Gerät selbst zu fahren, ist so was von Mega! Das glaubt mir bestimmt niemand. Ich will das jetzt öfters machen!“, überlegte sich Charly. Sie hatte noch am Abend zuvor viel Fachwissen über Traktoren gegoogelt und ließ sich von Bauer Lange noch so einiges erklären und zeigen.


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