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Wo ist nur das Wasser hin? – Kindergeschichte – Charlys Welt 8

Inhalt: Begleite Charly und Erik auf ihrem spannenden Abenteuer, als sie ein mysteriöses Umweltproblem in ihrem Dorf entdecken. Als der Wasserstand im Entenweiher plötzlich sinkt, werden die beiden jungen Detektive aktiv. Ihre Reise führt sie zu aufschlussreichen Entdeckungen über Wasserentnahme und Umweltschutz. Mit Neugier und Entschlossenheit konfrontieren sie den Bürgermeister und setzen sich für die Rettung des Weihers ein. Diese Geschichte ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und sich für die Umwelt einzusetzen. Ein inspirierendes Leseerlebnis für junge Umweltschützer, das zeigt, wie jeder Einzelne einen Unterschied machen kann!

Diese Kindergeschichte, mit dem Thema Umwelt, soll zum Nachdenken anregen und den Kindern zeigen, dass das eine zum anderen führt. Wenn ich z. B. Weiherwasser abpumpe, dann hat dies Konsequenzen für die Tiere und die Natur, die davon abhängen.

Der Klimawandel ist ein Thema, das uns alle betrifft. Es kommt zwar Wasser aus dem Wasserhahn und es regnet, doch leider nicht mehr genug oder eben auf einmal zu viel, dass es nicht richtig versickern kann. Ihr könnt mit euren Kindern darüber sprechen und den bewussten Umgang mit dem Wasser trainieren.

Die erste Charly-Geschichte findet ihr hier: "Die Kirschendiebe".

Thema: Umweltschutz
Vorlesedauer: 15 Minuten
Altersgruppe: 7 - 10 Jahren (Grundschule)
Tipp: Eine weitere Umweltgeschichte findest du bei den Mila-Geschichten

Kindergeschichte

Wo ist nur das Wasser hin? – Kindergeschichte

„Du, was hältst du davon, mit mir in die Tanzschule zu gehen?“, fragte Charly ihren Freund Erik. „Ähm, wie … Tanzschule? Ich würde mit dir sofort in eine Kampfsportschule gehen. Wer weiß, was ich noch alles mit dir erlebe, wenn das so weitergeht wie bisher“, sagte Erik etwas überrascht.

„Ach was, Tanzen ist doch cool! Viele in der Schule sind in der neuen Tanzschule um die Ecke. Da gibt es verschiedene Altersgruppen und tolle Tanzstile lernt man dort auch. Du musst jetzt nicht so Tango tanzen wie meine Oma und Opa. Nein, mehr so Hip-Hop, Breakdance oder so. Was total Abgefahrenes. Aber Rock ’n’ Roll fände ich auch klasse!“, erklärte Charly euphorisch und machte ein paar Tanzschritte.

„Ach, ich weiß nicht so recht“, erwiderte Erik.

„Da geht es ab! Glaube mir doch. Paule hat mir vorgeschwärmt, wie klasse das ist. Der hat sogar schon mehrere Kurse belegt, aber ihm fehlt für einen Kurs noch eine Tanzpartnerin“, sagte Charly.

„So, der Paule ist schon dort. Was der Paule alles kann und macht, ist doch schon erstaunlich“, erwiderte Erik mit einem beleidigten Unterton. „Ja, wann soll das denn losgehen? Ich würde es mir doch gerne erst mal ansehen, bevor ich zustimme!“, fügte er noch hinzu.

„Ach, Erik, gar kein Problem. Ich habe uns zum Probetraining nächste Woche schon angemeldet“, freute sich Charly. Der Blick, den Erik ihr zuwarf, sprach Bände. Charly lachte laut auf. „Der Paule – bei allen Mädels schleimt der sich ein. Richtig widerlich, der Typ. Na ja, ich kann ihn leiden, aber wie lange noch?“, überlegte Erik ruhig vor sich hin. „Tanzen? Boxen, Kung-Fu, Handball, das wäre doch eher was für mich.“

„Was hast du heute vor? Treffen wir uns nach den Hausaufgaben draußen am Weiher?“, fragte Charly. „Ja, können wir machen“, sagte Erik langsam, und jeder ging seiner Wege.

Um drei Uhr trafen beide fast gleichzeitig am Entenweiher ein. Doris, der Wolfshund, und Wilson, der Chihuahua, beschnupperten sich kurz, dann drehte Doris den Kopf weg. Sie hielt Wilson, den kleinen Casanova, etwas auf Distanz.

„Sag mal, es hat zwar schon lange nicht mehr geregnet, aber es ist trotzdem viel zu wenig Wasser im Teich, und macht das den Fischen bei der Hitze denn gar nichts aus?“, fragte Charly Erik. Tatsächlich war der Wasserstand des Weihers in nur wenigen Tagen beträchtlich gesunken.

„Stimmt, so wenig Wasser war ja noch nie im Weiher“, erwiderte Erik. „Wir könnten Kurt vom Angelsportverein mal fragen, was da los ist, und ob nicht die Feuerwehr da Wasser auffüllen müsste“, schlug Charlotte vor.

„Aber es ist schon komisch, dass innerhalb weniger Tage der Wasserstand so schnell gesunken ist. Ob es da noch andere Gründe gibt? Vielleicht haben Biber den Damm durchlöchert, und das Wasser läuft irgendwo anders hin“, überlegte Charly laut.

Erik staunte und irgendwie war er auch stolz darauf, dass Charly immer so viel wusste und sich mit so vielen Dingen beschäftigen konnte. Er schaute sie an und sagte: „Klar, das ist auch eine Möglichkeit. Wir könnten ihn mal umrunden und nachsehen, ob uns da etwas auffällt, und bei dem Kurt fahren wir später einfach mal vorbei.“

„Im Nachbardorf hatten sie vor einiger Zeit auch mal den Dorfteich durch die Feuerwehr belüften lassen.“ „Super Idee“, kam von Charlotte zurück. Sie liefen das Ufer und den Damm des Weihers ab, aber fanden nichts Auffälliges.

„Komisch, nichts zu sehen! Dann ist es wahrscheinlich doch die Hitze?“, sprach Erik. „Ja, wird wohl so sein“, erwiderte Charly. Sie verließen den Entenweiher und gingen einen alten Weg entlang, den sie selten nutzten.

Die meisten Grundstücke hier waren Streuobstwiesen oder Heuwiesen, und in dem Bereich, in dem sich Charly und Erik nun aufhielten, wurde noch intensiv Landwirtschaft betrieben. „Da schau mal, da steht ein Traktor, und weit und breit ist niemand zu sehen. Ob der wohl kaputt ist, oder es wird doch keiner neben dem Trecker umgefallen sein? Das schauen wir uns mal näher an“, sprach Charly und machte sich gleich auf den Weg in Richtung des Fahrzeugs.

Als sie näherkamen, sahen sie, dass Rohre vom Traktor in den Boden gingen. Erik stieß plötzlich einen leisen Pfiff aus. „Sieh mal da!“, flüsterte er und zeigte auf einen dünnen Schlauch, der fast unsichtbar ins Wasser des nahen Weihers führte. Sie folgten dem Schlauch und entdeckten, dass er sich bis zu einer versteckten Stelle am Ufer schlängelte.

„Das gibt’s doch nicht“, murmelte Charly. „Er zapft den Weiher an, um seine Felder zu bewässern!“ Gerade als sie weiter den Schläuchen folgen wollten, hörten sie ein lautes, ärgerliches Rufen.

„Was macht ihr da? Verschwindet von meinem Land!“, brüllte der Bauer, der plötzlich hinter ihnen auftauchte. Sein Gesicht war vor Zorn gerötet, und er ballte die Fäuste.

Erik und Charly erschraken. „Wir... wir haben nur...“, stammelte Charly, aber der Bauer ließ sie nicht zu Wort kommen.

„Ich will keine Ausreden hören! Weg hier, oder es gibt Ärger!“, fuhr der Bauer sie an. Die Kinder hatten keine andere Wahl, als fluchtartig das Feld zu verlassen.

„Wir müssen etwas tun“, sagte Erik entschlossen, als sie in sicherer Entfernung waren. „Morgen früh, bevor jemand unterwegs ist, kommen wir zurück und sehen uns das genauer an.“

Am nächsten Morgen, als der erste Schimmer des Tageslichts den Himmel erhellte, schlichen Charly und Erik zurück zum Weiher. Die Luft war frisch und still, nur das leise Plätschern des Wassers war zu hören. Sie untersuchten die Schläuche sorgfältig und machten Fotos, um Beweise zu haben.

„Das ist echt übel“, flüsterte Erik. „Der ganze Weiher könnte austrocknen, und er denkt nur an seine Felder.“ Charly nickte ernst. „Wir müssen zum Bürgermeister gehen. Er muss das wissen.“

Entschlossen machten sich Charly und Erik auf den Weg zum Haus des Bürgermeisters. Sie hofften, dass er ihnen bei der Lösung des Problems helfen könnte. Der Weg führte sie durch die kleinen Gassen des Dorfes, vorbei an bekannten Gesichtern und uralten Häusern, bis sie schließlich vor dem Wohnhaus von Hans standen. Mit klopfenden Herzen klingelten sie und zum Glück war er auch zu Hause.

Bürgermeister Hans fiel aus allen Wolken, als er von den Kindern erfuhr, was am Weiher vor sich ging. Er wusste nichts von einer Entnahme und wollte gleich die Behörde anrufen. Aber als Erstes sollte sich die Feuerwehr den Teich mal ansehen.

Sofort setzte er sich ans Telefon, rief den Feuerwehrkommandanten an und besprach mit ihm die Lage. Als er auflegte, sagte er: „Heute Abend wird es eine Feuerwehrübung am Entenweiher geben, und wir belüften den Weiher. Das heißt, das Wasser wird umgepumpt, und so gelangt Sauerstoff in das Wasser. Das wird den Fischen helfen.

Und eventuell werden ein oder zwei Tanklastfahrzeuge mit Wasser aushelfen können.“ Die Kinder freuten sich, dass durch ihre Mitarbeit den Fischen vielleicht das Leben gerettet werden konnte.

Am Abend gab es ein großes Aufgebot am Weiher. Die Feuerwehr, der Bürgermeister und einige Schaulustige waren schon da. Es wurden Schläuche ausgerollt, und gleich ging es los. Eine richtige Wasserschau, was die Wehr mit ihren freiwilligen Helfern veranstaltete. Das sah nicht nur gut aus, sondern hatte auch einen guten Zweck.

Erik fragte den Bürgermeister: „Was ist jetzt dabei herausgekommen mit der Wasserentnahme?“ „Die wurde sofort gestoppt. Dass hier der Teich leidet und die Fische sterben, können wir nicht zulassen.

Weißt du, wir leiden schon seit Jahren unter Trockenheit hier im Ort, und der Grundwasserspiegel sinkt immer tiefer ab, während gleichzeitig die Bauern ihre Felder bewässern wollen. Da muss noch einiges geklärt und geregelt werden. Aber jetzt retten wir erst mal den Weiher mit all seinen Lebewesen.“

Nachdem Charly und Erik den Bürgermeister verlassen hatten, schlenderten sie nachdenklich, aber zufrieden nach Hause. Sie hatten gesehen, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und sich für ihre Umwelt einzusetzen. Ihr kleines Abenteuer hatte nicht nur den Fischen im Weiher geholfen, sondern auch ein größeres Bewusstsein für die Umweltprobleme in ihrem Dorf geschaffen.

Sie fühlten sich stärker verbunden mit ihrer Heimat und waren entschlossen, auch in Zukunft einen Beitrag zum Schutz und zur Pflege ihrer Umgebung zu leisten. Dieser Tag hatte ihnen gezeigt, dass selbst kleine Taten eine große Wirkung haben können. Ende.

 


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