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Magische Turbulenzen in der Traumwelt - Lia Geschichte zum Vorlesen

Heute ist ein ganz besonderer Tag in der Traumwelt. Die Magie wird vom großen Turm angezogen, dabei kommt es zu allerhand Turbulenzen. Die ganze positive Kraft muss gebündelt und anschließend in Energie-Kristalle gepresst werden. Diese Kristalle werden dringend in der Anderswelt benötigt. Lia macht sich zusammen mit ihren Feunden und dem Elfen Leonhard auf den Weg. Sie werden auch von einer Gruppe Trollen begleitet, die eigentlich ganz nett sind.

Eine süße Geschichte zum Vorlesen, die auch etwas lehrreich ist. Im Grunde geht es hier auch um Freundschaft und den Zusammenhalt einer Gruppe. Der eine hilft dem anderen in einer schwierigen Situation.

Tipp - weitere Geschichten zum Vorlesen aus der Lia-Reihe:
Der erste Teil der Reihe: Feengeschichte – Lia und die Traumfee
Der vorangegangene Text zum Vorlesen: Kindergeschichte zum Vorlesen – Lia und das Wolfsrudel
Die nächste Geschichte: Schöne Vorlesegeschichte – Lia und die Mäusehochzeit

Vorlesedauer: 17 Minunten
Altersgruppe: 4 - 8 Jahre

Geschichte zum Vorlesen

Photo by Dani Costelo

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Die Magie der Kristalle - Lia Geschichte zum Vorlesen

In der realen Welt wie auch in der Traumwelt wird immer ein Ausgleich aller Kräfte angestrebt. Wie bei den Magneten Anziehung und Abstoßung, Erde und Luft, Hell und Dunkel, Heiß und Kalt ist es in der Traumwelt auch mit Gut und Böse. Da nur positive Magie erzeugt wird, ist ein Übermaß vorhanden und dies muss reguliert werden. So hat der Rat der magischen Zauberwesen dafür einen Weg gefunden, den Überschuss an guter Magie in Kristallen zu bündeln.

Der mächtigste und größte Zauberer der Traumwelt, Garor, lebt auf dem Berg der Kristalle. Zusammen mit Trollen zieht er einmal im Jahr das Zuviel an Magie auf dem Berg an und presst diese Kraft in Kristalle.

Diese werden verwendet, um den Teich der Gefühle mit Magie aufzuladen, um die Grenzen des Traumlandes vor Eindringlingen mit schlechter Magie zu schützen oder um Erkrankte oder Schwache zu heilen.

Garor zählt zu den ältesten Zaubergeschöpfen im Traumland. Er umgibt sich mit Trollen, die besondere Fähigkeiten im Umgang mit Naturkräften haben. Der Magieturm des Zauberers ist die höchste Erhebung im Traumland. Über ein Radar wird ihm angezeigt, wann die Magie am größten ist und er diese ansaugen muss. Diese Tage sind sehr schwierige Tage im Traumland, die Magie wird durcheinander gewirbelt und einiges ist aus dem Gleichgewicht.

Als Lia, Sophie und Tobi in der Traumwelt ankamen, herrschte eine ungewöhnliche Stimmung, die sie so bisher noch nicht erlebt hatten. Die Feen waren nervös und es war kein Lachen oder fröhliche Stimmen zu vernehmen.

„Was ist denn passiert?“, fragte Lia Sonnenstern. „Ach Lia, heute ist kein guter Tag. Wir haben zu viel gute Magie und diese muss abgezogen werden, damit wieder ein Gleichgewicht in unserer Welt herrscht. Ansonsten gibt es nur Probleme. Aber wenn es so weit ist, dass unser großer Zauberer Garor die Magie auf den Turm zieht, dann entsteht so eine Art Energiesturm. Da müssen wir aufpassen, dass so kleine Zauberwesen wie wir Feen nicht hinein gezogen werden oder etwas anderes passiert. Wir sind ja alle voller Magie und diese gerät in Schwingungen“, sagte Sonnenstern.

„Ja, was können wir denn tun, damit euch nichts passiert?“, fragte Sophie. Sie ist die einfühlsame und beste Freundin Lias. Mondstrahl entgegnete: „Wir müssen uns sogleich aufmachen zur Schutzhöhle im verwunschenen Wald. Wir sind schon etwas spät dran. Die meisten kleinen Zauberwesen sind bereits dort. Beeilen wir uns lieber gleich!“.

So machten sie sich auf zum verwunschenen Wald. Es war schon eine kleine energetische Bewegung in der Luft zu spüren. Kein Wind, es fühlte sich eher wie ein Luftzug an. Die Feen flogen auch nicht voraus, sondern hinter den Kindern her, damit sie nicht in diesen Lufttrichter eingezogen wurden.

Die Kinder griffen sich alle an den Händen und gingen eng aneinander voran, damit die Feen hinter ihnen besser geschützt werden könnten. Als sie auf eine Lichtung kamen und weit und breit kein Baum oder Busch zu sehen war, kam ein leichtes Heulen des Luftzuges dazu. Er wurde stärker und die kleine Gruppe nervöser.

„Es ist nicht mehr weit aber wir müssen uns noch schneller fortbewegen“, sagte die Fee Merle. Die Feen hatten schon erste Probleme geradeaus zu fliegen. Ihre Flügel wurden nach vorne gezogen. Lia begriff sofort die Gefährlichkeit der Lage und ergriff ihre Fee Sonnenstern. Sie bettete sie zwischen ihren zwei Händen und umschloss sie.

Tobi und Sophie taten es ihr mit ihren Feen Merle und Mondstrahl nach. Aber auch sie merkten, dass sich in ihrem Körper ein Ziehen ausbreitete. Wenn man sich eine Zeitlang in der Traumwelt aufhält, hat jeder Magie in sich. Das Heulen nahm zu und es kam nach und nach zu einem Sturm. Mutig kämpften sie dagegen an. Mit gebeugtem Oberkörper Seite an Seite schritten sie voran.

Lia schlug vor: „Wir müssen unsere Feen beschützen! Wenn wir vielleicht besser hintereinandergehen würden und uns dann immer abwechseln, verbrauchen wir nicht soviel Kraft. Genauso wie es die Zugvögel machen!“. Sophie erwiderte mit fester Stimme: „Das ist eine gute Idee, so werden wir es tun. Ich gehe voraus“

Lia und Tobi schauten sich kurz an. Sophie, die eher immer zögerlich ist, war fest entschlossen ihre kleine Fee zu beschützen. Mutig stellte sie sich an die Spitze der Reihe.

Das Tolle an der Traumwelt ist, dass die Zauberwesen sich gegenseitig unterstützen und ein jeder auf den anderen achtet. Als die Kinder schon dachten, es sei alles verloren, kam ihnen der Elf Finnard mit einigen Trollen zur Hilfe. Diese können die Naturkräfte beherrschen und den Energieentzug etwas umleiten.

Er ritt auf einem Pferd auf sie zu, die Trolle rannten laut stampfend neben ihm her. „Kinder, jedes von euch muss jetzt hinter einem Troll laufen. An ihnen weicht der Luftzug ab. Sie können ihre Fähigkeiten dazu nutzen und so passiert euch nichts“, sprach Finnard. Lia und ihre Freunde hatten bisher noch nie Trolle gesehen. Sie sahen jedoch sehr freundlich und gütig aus, trotz ihrer sehr beeindruckenden Nase und den verwuschelten Haaren. Sie vertrauten Finnard und die Trolle lächelten ihnen schelmisch zu.

Die Freunde bemerkten jetzt auch noch andere Trolle und Elfen, die kleine Zauberwesen einsammelten und zur Höhle begleiteten. Als alle dort ankamen war die Höhle schon gut besucht mit kleinen Vögeln, Libellen, Mäuschen, Käfern, Feen aber auch Elfen, die alle beruhigten. Sie erfuhren, dass so ein Energiesturm nicht länger als eine Stunde anhält, dann ist ihre Welt wieder im Gleichklang.

Finnard, trat auf ihre Gruppe zu. „Lia, der Zauberer Garor, möchte dich kennenlernen. Selbstverständlich können deine Freunde mitgehen. Habt keine Angst. Er hat eine gute Seele„ sagte er. „Was will denn ein Zauberer von mir?“, grübelte sie. Alle sahen sie erstaunt an. „Na ja, das werden wir dann erfahren“, dachte sie weiter. Die Trolle und Finnard sollten sie begleiten.

Als sich der Sturm legte, machten sie sich auf zum Berg der Kristalle. Es war so, als hätte es diesen Energiesturm nie gegeben. Alles war wie zuvor. Lia, hatte durch ihre bisherigen Erfahrungen keine Angst, dem Zauberer entgegenzutreten. Etwas mulmig, aber tapfer, schritt sie voran.

Der Turm des Zauberers erwies sich nach dem Eintreten als Gebäude mit weitläufigen Sälen. Sie hatten den Eindruck, dass Magie den Turm äußerlich verschmälerte aber innen war alles hell und freundlich. Garor entsprach ihren Vorstellungen eines Zauberers. Er hatte einen langen weißen Bart, eine Brille, ein langes schwarzes Gewand und eine Zaubermütze. Lia überlegt, ob er bewusst ihren Vorstellungen entsprach, um sie zu beruhigen.

„Hallo Lia, Sophie, Tobi und die zauberhaften Feen Sonnenstern, Mondstrahl und Merle. Seid herzlich bei mir willkommen. Leider war meine Einladung zu einem ungünstigen Zeitpunkt erfolgt. Hoffentlich habt ihr euch dadurch nicht erschreckt! Lia, ich habe dich durch mein Zauberglas schon eine ganze Weile beobachtet. Du bist ein mutiges und tapferes Mädchen. Ich habe eine große Aufgabe für dich“, sagte er und sah sie dabei lange an. Ihr wurde es etwas mulmig im Magen, aber sie erwiderte selbstbewusst seinen Blick und trat vor. „Großer Zauberer Garor, es ist so wunderschön hier in der Traumwelt und so soll es auch bleiben. Was kann ich dafür tun?“, sagte sie. Der Zauberer und Finnard lächelten.

„Kommt erst mal mit, ich zeige euch den Berg der Kristalle im Untergewölbe der Burg“, sagte er und schritt voran. Durch viele Treppen ging es nach unten. Auf den letzten Stufen war schon ein helles magisches Licht zu sehen. Als sie eintraten, sahen sie einen riesigen Saal voller Kristalle in unterschiedlicher Größe. Sie leuchteten alle hell, es war ein atemberaubender Anblick. Die Kinder durften sich alle ansehen und auch berühren. Sobald sie mit der Hand an das Kristall griffen, wurden Schwingungen im Kristall sichtbar und sie hatten das Gefühl, als ob jemand mit ihnen reden würde.

„Jeder Kristall hat eine gewisse Stärke und durch bestimmte Zaubersprüche können diese auch unterschiedlich eingesetzt werden, um Gutes zu tun“, sagte Garor. „Du, Lia wirst einige Kristalle an die Grenzen unseres Traumlandes bringen und am Übergang in die andere Welt diese übergeben. Es ist uns nicht gegeben, diese Welt zu verlassen.

Erst wenn unser Körper nach der Anderswelt verlangt, können wir überwechseln. Nur tapfere reine Menschenseelen können diesen Übergang nutzen. So wie ihr den Übergang von eurer Welt in unsere Welt nutzen könnt. Würdest du das tun? Selbstverständlich können deine Freunde dich begleiten.“

Garor sah sie fragend an. „Weißt du, in der Anderswelt ist ein Ungleichgewicht entstanden. Es gibt dort viele Kranke und Schwache, die unsere Hilfe brauchen. Durch diese Kristalle wird das Gleichgewicht wieder hergestellt“, sprach Garor.

Die Freunde blickten sich an und nickten alle. Sie fühlten sich sehr wichtig und fassten Mut, diese Sache anzugehen. „Kommt, ich zeige euch vom Turm aus noch die Traumwelt von oben und ihr könnt auch durch das Zauberglas eure anderen Freunde sehen“, sagte er.

Auf dem Turm angelangt, waren sie überwältigt von dem Anblick. Sie sahen alle Wälder, Berge, Bäche, Flüsse und Wiesen der Traumwelt. „Da gibt es noch vieles, was wir bisher noch nicht kennen“, dachte Lia und freute sich darüber. Als sie ins Zauberglas sah, musste sie sich ein Wesen vorstellen, das sie sehen möchte und sie wünschte sich den Anblick von Fred, der Elster.

Fred saß eifrig redend vor einer Gruppe kleiner Mäuse. Man sah ihn mit den Armen wedeln und es war eindeutig, dass er versuchte, den Mäusen etwas zu erklären. Als er sich dann erhob und anfing wie wild die Beine zu bewegen, war allen sofort klar: Fred, wollte den Mäusen das Tanzen beibringen. Einige sahen zu und tatsächlich bewegten sich welche genauso wild zappelnd wie Fred.

Fred strahlte. Anscheinend hatte er endlich ein paar Gleichgesinnte gefunden, die auch gerne tanzten. Auf dem Turm brach ein schallendes Gelächter aus. Fred hob irritiert den Kopf und die Kinder schauten überrascht. Es kann doch nicht sein, dass er sie gehört hat? Finnard, der die ganze Zeit bei ihnen war, erklärte, dass manche Zauberwesen einen sechsten Sinn hätten. Wahrscheinlich sei dies bei Fred der Fall.

Finnard und die Trolle sollten sie auch dieses Mal wieder begleiten und so machten sie sich gleich wieder auf zur Grenze zur Anderswelt. Sie zogen wieder in den verwunschenen Wald und nutzten das Zeittor. Es ist zwar selten gestattet, aber bei solchen wichtigen Angelegenheiten erlaubt. Sie traten alle durch das Tor. Die Trolle hoben die Kinder an und setzen sie auf ihre Schultern. So liefen sie schnell durch den Wald, über Wiesen und sprangen durch Bäche.

Finnard begleitete sie auf seinem Pferd. Nach einer gewissen Zeit kamen sie wieder in ein Gebirge. Die Trolle wurden immer schneller und man merkte auch, dass sie hier Zuhause waren. Jeder Schritt war so selbstverständlich und sie kannten ihren Weg.

Die Gruppe stieg immer höher und höher. Es war für die Trolle ein Leichtes auf den Gipfel zu gelangen. Ganz oben auf dem Berg, war ein großer runder Bogen zu erkennen, der in alle Richtungen strahlte. Er war mit lauter Zeichnungen und Symbolen bemalt.

Die Trolle setzten die Kinder ab und verschwanden hinter den Bäumen. Finnard trat auf Lia zu und reichte ihr einen Beutel mit Kristallen. „Auf der anderen Seite wartet schon ein anderer Elf auf dich. Er wird dir die Kristalle abnehmen. Bitte grüße ihn von Herzen von mir. Er ist mein Vater. Sag ihm, unsere Gedanken verweilen oft in Liebe an ihn“. Lia, überrascht von einer solchen Gefühlsanwandlung von ihm, nahm den Beutel und blickte ihn an. „Ja, das werde ich tun“.

Mutig schritt sie voran und durch das Tor. Es war nicht wie bei dem Zeittor im verwunschenen Wald, nein hier war sie sofort verschwunden. Tobi und Sophie schrien überrascht auf. „Sie ging in eine andere Welt, deshalb könnt ihr sie nicht mehr sehen. Im verwunschenen Wald geht sie nur durch die Zeit aber hier ist es etwas anderes“, sagte Finnard. „Aber sie ist gleich zurück“, beruhigte er die Kinder.

Plötzlich stand sie strahlend wieder vor ihnen. Tobi und Sophie liefen hin und umarmten sie. Die Traumfeen seufzten erleichtert auf.

Lia blickte Finnard an uns sprach: „Finnard, dein Vater lässt dich auch herzlich grüßen. Es war ihm eine große Freude von dir zu hören. Er ist sehr stolz auf dich und die anderen Elfen haben mir die Tasche mit den Kristallen dankbar abgenommen und sind sofort losgeritten“. „Das hast du sehr gut gemacht. Du bist sehr tapfer!“, lobte Finnard sie.

Finnard stieß einen Ruf aus und sein Pferd und die Trolle kam herbei. Die kleine Gruppe machte sich wieder auf den Heimweg.

Wie jeden Abend fragte sich Lia: „Kann der Tag morgen noch schöner werden?“.

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