Traumreise – sie beflügelt unsere Sinne und Kreativität

Was sind Traumreisen?
Wofür sind sie gut?
Für wen sind sie geeignet?
Wie bereite ich eine Traumreise vor?

Hier beantworte ich dir die wichtigsten Fragen zum Thema Traumreise.

Was ist eine Traumreise

Sie wird auch Phantasiereise (Fantasiereise) genannt. Sie ist eine Entspannungstechnik, die gerade bei Yoga-Studios, Fitness-Studios, Therapeuten, aber auch in Schulen und Kindergärten gerne verwendet wird.

Es wird eine Geschichte erzählt, die an normalerweise üblichen Orten (Berg, Park, Meer, Wiese) stattfindet, mit dem Unterschied, dass die Personen in die Reise mit eingebunden werden. Optimal ist es, wenn die Sinne mit einbezogen werden. In meinen Traumreisen sind meistens Sinnesübungen enthalten. Die Personen sollen in Gedanken z.B. einen Stein befühlen, an einer Rose riechen etc.

Im Gegensatz zur Meditation wird hier die Person angeleitet einen Weg über eine Wiese zu gehen oder im Meer die Füße zu baden etc. Die Traumreise sollte auch nicht kompliziert sein und genügend Raum für die eigene Vorstellungskraft bieten. Kombiniert mit autogenem Training oder sogar mit der progressiven Muskelrelaxation kann die Entspannung später auch, bei einer gewissen Übung, als schnelle Entspannung genommen werden. Ich empfinde die Kombination beider Techniken als ideal, da sie gerade für Anfänger bestens geeignet ist.

Beliebte Traumreisen

Phantasiereise zum Kraft schöpfen

Phantasiereise zum Kraft schoepfen
© Tomas Sobek on Unsplash

Hier findest du die Texte für die Entspannung und die therapeutische Arbeit:

© Amy Treasure on Unsplash.com

© Daniel Kempe on Unsplash.com

© Bastien Jaillot on Unsplash.com

Für wen ist sie geeignet:

  • Kleinkind bis Senioren
  • Menschen, die starkem Stress ausgesetzt sind
  • Schmerzpatienten und Blutdruckpatienten
  • Menschen die sich entspannen wollen

Für wen ist sie nicht geeignet:

  • Hinterbliebene (wenn der Trauerfall keine 6 Monate her ist)
  • Psychische Erkrankungen (vorher einen Arzt fragen)
  • Bei Suizidgefahr

Unterschied zwischen Meditation und Traumreise/Fantasiereise

  • Traumreise wird mehr angeleitet
  • Mediation Konzentration nur mit dem Inneren – am Anfang nur auf den Atem fokussiert.

Wirkung

  • bei Stress helfen
  • die Kreativität fördern
  • die Wahrnehmungen stärken
  • die kognitiven Verarbeitungsprozesse im Gehirn fördern
  • bei Schmerzen helfen
  • den Blutdruck senken
  • Unterbewusstes bewusst machen
  • bei einer Therapie begleitet eingesetzt werden und helfen
  • beim Einschlafen helfen (Einschlafstörungen – Durchschlafstörungen)
  • bei Gruppendynamiken helfen und stärken.
  • eine ruhige Basis für die Gruppenarbeit bieten.
  • Kindern eine schöne und ruhige Zeit bieten.

Rahmenbedingungen und wie bereite ich eine Traumreise vor:

  • Die Teilnehmer der Reise sollten sich möglichst in einer bequemen Haltung befinden. Optimal ist liegend auf weichen Matten mit einem Kissen unter dem Kopf und einer Decke.
  • Die Kleidung sollte bequem sein (Gürtel lockern), Schuhe können ausgezogen werden, Gegenstände aus den Taschen sollten entfernt werden (Schlüsselbund).
  • Darauf achten, dass die Handys ausgeschaltet sind.
  • Die Teilnehmer sollten freiwillig teilnehmen.
  • Geräuschquellen sollten vermindert werden.
  • Ich empfehle während einer Entspannung keine Musik. Da diese die eigene Vorstellungskraft der Teilnehmer beeinflussen kann. Aber wenn Sie doch Musik auswählen, dann passend zu dem Thema und in gedämpfter Lautstärke.
  • Reizarme Umgebung wäre optimal.
  • WICHTIG! Nicht jede Person ist geeignet. Die Traumreisen dürfen nicht bei Personen mit einer Schizophrenie, einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, Selbstmordgefährdung angewandt werden. Weiterhin ist zu beachten, dass diese Form (imaginative) bei Trauernden auch erst nach einem Jahr Trauerzeit angewandt werden sollte. Bitte im Vorfeld mit einem Arzt abklären.

Redestil des Vortragenden

Jede Traumreise beginnt mit einer Einleitung, damit die Teilnehmer ihre Wahrnehmung nach innen richten und sich in ihre eigene Phantasiewelt hineinfinden können. Das ist auf viele verschiedene Arten möglich, aber immer ist das Ziel die eigene innere Wahrnehmung, das innere Bild.

Der Anleiter sollte mit der Reise vertraut sein, um sein Tempo und seine Pausen richtig einschätzen zu können. Ich habe bei den Texten viele Gedankenstriche (—) angegeben. Dies sind die Stellen, an denen der Vorleser eine kurze Pause machen sollte, damit die Teilnehmer Zeit haben ihre eigenen Vorstellungen zu entwickeln und ihre Vorstellungskraft fließen zu lassen. Längere Sprechpausen sind bei den Absätzen vorgesehen. Auf das richtige Zeitgefühl kommt es hier an. Sind die Pausen zwischen den Textstellen zu kurz, dann entsteht das Gefühl des Gehetztseins, sind sie zu lange, dann verliert der Teilnehmer eventuell den Faden oder steigt sogar aus der Geschichte aus.

Das erste Drittel der Traumreisengeschichte sollte der Entspannung dienen, die restlichen 2/3 sind für den Hauptteil und für den ca. 1 – 2 minütigen Ausstieg aus der Phantasiegeschichte gedacht. In die Entspannung zu gleiten dauert länger, als wieder aus der Entspannungsreise zurückzukommen.

Denke daran, deine eigene Phantasie beflügelt deine Sinne. Entspanne dich und gehe auf eine wunderbare Reise mit all deinen Sinnen und unseren vielen verschiedenen Texten für Kinder und Erwachsene. Viel Spaß beim Vorlesen und auch bei deinen Kursen.

 

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